Johannes 13,12-20 Tun, wie Du getan hast
Johannes13,21-30 Es geht um den Einzelnen
Johannes 13, 31-38 Symboltiefe allen Geschehens
Bitte den Bibeltext zuerst selbst langsam und sorgfältig lesen (Bibel im Internet)
„rein werden“
„Jesus wusste, dass seine Stunde gekommen war“ (V.1)
- Herr, Deine Tat ist eingebettet in die „Stunde“ (kairoV), getragen von der „Stunde“ und eingebettet in die „Stunde“…!
„Da er die Seinen, die in der Welt waren, liebte, erwies er ihnen seine Liebe bis zur Vollendung“ (V.1)
- Herr, Dein Tun ist einzigartiges Symbol Deiner Liebe…
- Deine Liebe geht bis zur „Vollendung“ (Ziel,Ende)…
„Jesus begann, den Jüngern die Füße zu waschen und mit dem Leinentuch abzutrocknen, mit dem er umgürtet war“ (V.5)
Herr, Dein Tun ist ein einzigartiges Symbol der Liebe. Deine Liebe symbolisiert sich in der Tat:
- Der Dienst des Großen an dem Kleinen…
- Der Dienst, der den Schmutz des anderen entfernt…
- Der Dienst, bei dem man sich kleinmachen muss…
- Wir Menschen wollen uns lieber helfen lassen von dem, was über uns ist – nicht von dem, was „unter“ uns ist…
- Das Symbol versinnbildlicht nicht nur im Kleinen das Große, im Einzelnen das Ganze, sondern es vermittelt es uns…
- Die Füße werden beschmutzt durch den Schmutz der Erde…
- Den Schmutz abzuwaschen macht die Füße rein, sauber…
- Es geht hier nicht nur um den äußeren Schmutz, den man mit Wasser abwaschen kann… (Ps 51)
- (Heutige Erkenntnisse: Reflexzonenmassage, Fußbäder als Heilmittel für den ganzen Körper)…)
„Niemals sollst du mir die Füße waschen!“ (V.6)
Petrus begreift nicht den Zusammenhang zwischen der weltlichen und der geistlichen Ebene.
- Was bedeutet es heute für mich, dass Du mir die „Füße“ wäschst, was ausreicht, um mich rein zu machen?...
- Kenne ich vielleicht auch einen Widerstand dagegen, mich bedienen zu lassen bei etwas, was ich selbst tun könnte, von jemandem, der weltlich „über mir“ steht?? ...
- Wo liegt überhaupt mein (stolzer) Widerstand dagegen, mich bedienen, mir vergeben zu lassen??...
- Ist ein innerer Widerstand da, der mich auch hindert, mich lieben zu lassen?...
„Was ich tue, verstehst du jetzt noch nicht; doch später wirst du es begreifen“ (V.7)
- Wie schwer fällt es mir oft, zu warten, bis ich etwas im Nachhinein erst verstehen kann…
„Wenn ich dich nicht wasche, hast du keinen Anteil an mir“ (V.8)
- Es ist gerade das Annehmen der Liebe, das Annehmen der Vergebung, das Annehmen des Reingewaschenwerdens, was mir Anteil an Dir, Herr, gibt…
- Habe ich vielleicht bisher durch ganz andere Wege gemeint, Anteil an Dir zu bekommen?...
Da sagte Simon Petrus zu ihm: Herr, dann nicht nur meine Füße, sondern auch die Hände und das Haupt. Jesus sagte zu ihm: Wer vom Bad kommt, ist ganz rein und braucht sich nur noch die Füße zu waschen. (V.10)
- Herr, wenn Du mir auch nur das „Schmutzigste“ reinigst, vergibst, dann ist auch alles andere darin eingeschlossen…
Bitte den Bibeltext zuerst selbst langsam und sorgfältig lesen (Bibel im Internet)
Tun, wie Du getan hast
„Als er ihnen die Füße gewaschen, sein Gewand wieder angelegt und Platz genommen hatte, sagte er zu ihnen: Begreift ihr, was ich an euch getan habe? “ (V.12)
Du vollziehst Deine symbolische Handlung und deutest sie selbst.
- Wo wir plötzlich den Sinn eines scheinbaren sinnlosen Geschehens begreifen, handelst Du ebenso an uns…
„Wenn nun ich, der Herr und Meister, euch die Füße gewaschen habe“ (V.14)
Du, der Meister und Herr, dienst uns! Deine Erlösung geschieht „von unten her“…
- Ich kann mich identifizieren mit dem Jünger, dem Du dienst..
- Ich kann auch plötzlich begreifen, wo und wann Du mir heute, jetzt, hier gedient hast…
„Ich habe euch ein Beispiel gegeben, damit auch ihr so handelt, wie ich an euch gehandelt habe. (V.15)
Dein Handeln an uns – damals wie jetzt – wird zum Vorbild, wie wir an einander handeln sollen…
Dein Beispiel, Herr:
- Du handelst freiwillig, siehst die „Not“, den Schmutz und entfernst ihn, ohne darum gebeten zu sein…
- Die Seligkeit liegt im Tun der Nachfolge…
„Einer, der mein Brot aß, hat mich hintergangen“ V.18)
Du sagst uns voraus, dass nicht alle Deine Wege gehen werden:
- Für Dich ist es am härtesten, wenn einer Dich verlässt…
- Für die anderen ist es eine Anfechtung, der Zweifel an Dir liegt nahe…
- Wer aber sich senden lässt, wird als Gesendeter zur Symbol für Dich – wie Du Symbol des Vaters bist…
Bitte den Bibeltext zuerst selbst langsam und sorgfältig lesen (Bibel im Internet)
„Einer von euch wird mich verraten“ …„Einer von den Jüngern lag an der Seite Jesu; es war der, den Jesus liebte.“ (V.21.23)
Einer von den Jüngern!...
Auch in der engsten Schar Deiner Jünger geht es um den Einzelnen!
- Nicht alle – einer wird Dich verraten…
- Nicht alle – einer ruht an Deinem Herzen…
- Ich lasse von Dir anschauen – auch ich möchte zu Deinen Jüngern gehören…
„Nach diesen Worten war Jesus im Innersten erschüttert“ (V.21)
- Dein Schmerz, aber auch Deine Freude, Herr, ist das uns sichtbare Zeichen dessen, was in Gott vorgeht, von unseren Sinnen verborgen…
- Ich versuche, Deine Freude über mich, Deine Liebe zu mir in mich einzulassen, aber auch Deinen Schmerz über mich!…
„Die Jünger blickten sich ratlos an, weil sie nicht wussten, wen er meinte“ (V.22)
Unser Blick sieht nur das, was vor Augen ist, das Eigentliche bleibt ihm verborgen…
- Wie siehst Du die Dich umgebenden Jünger an?...
- Ahne ich Deine Gefühle, wenn Du Judas und Johannes anschaust?...
- Mit welchen Gefühlen schaue ich die Menschen an, welche Du als Christen an meine Seite gestellt hast?...
- Darf ich Dich darum bitten, sie ein wenig mit Deinem Blick zu sehen?...
„Einer von den Jüngern lag an der Seite Jesu; es war der, den Jesus liebte“ „Jesus antwortete: Der ist es, dem ich den Bissen Brot, den ich eintauche, geben werde“ (V.23.26)
- Es gibt Menschen, die Dir besonders am Herzen liegen, denen Du mehr als anderen offenbarst…
- Welche Liebe zeigt es, aber auch welche Verantwortung bedeutet es, wenn DU uns in etwas von Deinen Geheimnissen einweihst!...
- Deine Antwort ist symboltief! Der beschenkt wird, verrät Dich!
- Beschenktsein heißt immer auch, gefährdet sein!...^
„Jesus sagte zu ihm: Was du tun willst, das tu bald! (V.27)
Du selbst gibst den Befehl des Handelns!...
„Und es war Nacht“ (V.30)
Herr, weshalb erhörst Du manche so dringende Gebete nicht?...
Das Leiden ist für den Betenden Zeichen der Erhörung – ganz tief verborgen – darf ich an Deine Erhörung glauben, ohne dass ich davon etwas sehe oder fühle…
Bitte den Bibeltext zuerst selbst langsam und sorgfältig lesen (Bibel im Internet)
„Als Judas hinausgegangen war“ (V.31)
Ein wichtiger, symbolischer Augenblick im Leben Jesu mit seinen Jüngern:
- „Symbolisch“ heißt in der Sprache der Mystiker: Das Gewebe, welches Zeit und Ewigkeit trennt, wird immer dünner, durchsichtiger.
- All Dein Erleben, Reden und Tun ist symbolisch – weist hin auf Tieferes – im für Menschen letztmöglichen Maße…
- Aber je näher ein Mensch Dir steht, tritt er in dieses Symbolgeschehen ein: „Und es war Nacht“
„Jesus sagte: Jetzt ist der Menschensohn verherrlicht, und Gott ist in ihm verherrlicht (V.31)
Hier sehen wir die letzte Möglichkeit symbolischen Geschehens vor Gott:
Das Leiden wird zum Symbol der Verherrlichung...!
„Wohin ich gehe, dorthin könnt ihr nicht gelangen.(V.33)
- Der Jünger ist nicht über seinen Meister: Das Erleben der Gottferne ist die Station vor der vollständigen Vollendung – ein notwendiger Durchgang…
- Das gilt auch, wenn Du. Gott, Dich unseren Geben scheinbar verschließt…
„Ein neues Gebot gebe ich euch: Liebt einander! Wie ich euch geliebt habe, so sollt auch ihr einander lieben.(V.34)
- Herr, öffne mich Deiner Liebe, damit diese immer mehr das Maß meiner Liebe bestimme…
- Denn unsere gegenseitige Liebe wird zum Maßstab unserer Zugehörigkeit zu Dir…
„ Petrus sagte zu ihm: Herr, warum kann ich dir jetzt nicht folgen? Mein Leben will ich für dich hingeben… Jesus entgegnete: … Amen, amen, das sage ich dir: Noch bevor der Hahn kräht, wirst du mich dreimal verleugnen.(V.37.38)
- Wie arm und nichtig sind alle unsere guten Vorsätze!
In dem Buch von Gitta Mallasz „die engel erlebt“, fragt der Engel:
- „WOLLT IHR TUN, ODER ER DURCH EUCH?“
[weiter mit Johannes 14] [zum Inhalt] {zur Autorin]