Was Menschen heute glauben

Metaphern aus Kursen und Meditationstagen,
von Schülern, Jugendlichen und Erwachsenen

Gesammelt von
Karin Johne

 Inhalt der Metaphern:
 
Advent
Angst
Begleitung, geistliche
Bibel
Christus-Metaphern
Erlösung
Existenz
Freiheit
Frieden
Glaube
Gottes - Metaphern
Gottes Liebe
Gottes Wirken in der Welt
 
Kind
Kreuz
Leben
Liebe
Meditation
Nachfolge
Neues Jahr
Ostern
Partner
Schuld
Schweigen
Tage der Stille
Zu-Hause-Sein
 


Advent:

Advent ist für mich wie
(Kirchliche Mitarbeiter 1997)
- ein Goldrand am Horizont...
- die langsame Einfahrt eines Schnellzuges in den Bahnhof...
- ein wunderschön verpacktes Geschenk, das schon Freude verspricht. Es muss aber ausgepackt werden. Das Eigentliche ist der Inhalt. ER kommt jedes Jahr anders.
- Tannengrün mit zunehmendem Licht...
- das dunkel-leuchtende Kinderbild
- der Uterus, vertraut, warm, klingend, geborgen, werdend (was? wie?)
- eine Zeit der Verliebtheit...
- ein Geheimnis...
- ein Korkenzieher: er öffnet Flaschen mit leckerem Inhalt, die Spirale geht in die Tiefe und wieder heraus...
- ein großes Haus mit vielen großen Zimmern, die leer sind, aber warm und hell! - die ich füllen kann...
-  der Altar in der Kapelle, dessen Füße eine geöffnetes Tor darstellen...
- ein Blick hinunter ins Elbtal mit seinen vielen Lichtern...
- ein völlig dunkler Raum, in dem ein kleiner Mensch steht, auf ihn fällt plötzlich ein Strahl hellen Lichtes, der sich weitet und das Dunkle in ihm und um ihn erhellt, durchstrahlt, verdrängt. Licht, welches Orientierung, Wärme, Reinheit ist...
- das Grün eines frischen Tannenzweiges, der durch die Umweltbelastung stellenweise angekränkelt ist...
- das Durchdringen der Sonnenstrahlen durch eine Nebelwand...
- das Warten auf den Herrn, dass er auch zu mir kommt...
- der Besuch bei meinen besten Freunden, sie empfangen mich mit offenen Armen.
- ein Baum im Winter, der nebelverhangen dasteht und wartet auf das Licht, damit er wieder wachsen kann.
- eine ruhig brennende und wärmende Kerze, die ich in Gemeinschaft mit mir in Glauben verbundenen Menschen betrachte, dabei das Lied hörend oder singend: "Die Nacht ist vorgedrungen" und vor allem den Vers: "Noch manche Nacht wird fallen"...
- ein versiegelter Brief...
- der Aufbruch von Licht und Wärme
- ein Wanderer, der den Mut hat, immer wieder neu zu beginnen...
- ein wartender Mensch, der nach jemandem Ausschau hält, der ihn befreien will aus selbstgebauten Gefängnissen...
- ein Wartezimmer, in dem ich ungeduldig und voll Sehnsucht warte, dass sich die Tür öffnet...
- ein leise spielendes himmlisches Orchester, das ich durch die verschlossene Tür manchmal höre, weil ich die Gänge bohnern muss...
- eine geschlossene Blüte, die sich langsam öffnet, und wo etwas Wunderbares hervorkommt...
- eine große, geöffnete Tür, aus der helles, warmes Licht dringt...
- die aufgehende Sonne über verschneiten Hochalpen - davor Schatten, vergehende Nacht...
- ein Frühlingstag, wenn Frost wegschmilzt, und in Starres Leben kommen kann.
- die Blütenknospe einer Christrose, die ganz langsam wächst, um erst zu Weihnachten ihre volle Blüte zu entfalten -gleich dem Kommen des Herrn...
- ein Jubelchor, den ich erst nur von ferne höre, der dann aber immer lauter wird...

Angst:

Angst ist für mich wie...
(Österreich 1992)
- ein Gefängnis
- Festgenagelt - sein
- ein verwilderter Hund, vor dem ich Angst habe
- das Gefühl, nicht atmen zu können
- ein Abgrund
- ein Schuss ins Herz
- eine Schranke in der Finsternis
- eine Spinne, die im Netz auf der Lauer liegt
- ein tiefes, dunkles Loch, in das ich falle und falle ..., ich halte den Atem an.
- ein schwarzes Loch, wie Wellen, die über mir zusammenschlagen
- ein großes Etwas, das Übermacht in mir bekommt

Wenn ich Angst habe, komme ich mir vor wie ...
- ein kleines Kind, das durch diese Angst kopflos wird. Ich spüre ein tiefe Wunde in der Magengrube und kann mich nicht mehr auf andere Dinge konzentrieren. Die Angst ist wie eine Flucht vor mir selbst.
- in einem tiefen, finsteren Felsspalt eingeklemmt
- als sei ich eingemauert
- ein dürrer Baum
- eine verwelkte Blume
- ausgedörrt, verschrumpelt, wie gedörrtes Obst. Ohne Lebenssaft und -kraft, nicht prall wie sonst.
- mit Ketten um die Brust, die mir die Luft abschnüren.
- eine zerbrochene Schale, die schlecht und recht zusammengeflickt wird, aber die Sprünge tun noch weh.
- ein verlassenen Kind, das schreien möchte, aber nicht kann
- ein Igel, regungslos, fast ohne Atem, alles angespannt, fest unter einem Panzer.
- auf einer hohen Stange sitzend, die hin- und herschwankt und mit mir umzukippen droht.
- ein abenteuerliches Sein am Rande meiner Existenz, physisch und psychisch, je nach Grund der Angst.
- ein Wanderer auf einem schmalen Hangweg, wenn sich plötzlich Abgrund dicht neben dem Weg auftut.
- im dichten Nebel, mir ist kalt, es ist feucht, ich bin allein, ich kann den Weg nicht mehr sehen, vertrautes wird fremd, wie komme ich nach Hause, Panik erfasst mich, will mich überfluten, wie der Nebel.
- ein kleiner hilfloser Vogel - ohne Federn (Schutz) preisgegeben, gelähmt = unfähig zu handeln, Kopf eingezogen, rundherum gierige Menschen, die ihn bedrohen.
- eine Spinne, die ich beim Staubsaugen im Keller manchmal aufstöbere, reglos zusammengezogen
- ein Hund, der von seinem Herrn verlassen - ausgesetzt wurde - der die Orientierung verloren hat und von wilden Tieren bedroht wird.
- wie Zittergras
- eingesperrt in einem Aufzug, der stecken bleibt
- eine Maus, die die Katze fressen will - (ich aber versuche, die Katze zu überlisten, ich bin wieder in Freiheit und verliere die Angst.)
- fühle ich mich gehetzt, atemlos, innerlich eng, und so werde ich durch Menschenmassen getrieben; das heißt, ich dränge mich durch, komme aber immer auf Widerstand.
- ein Vogel, der flatternd aufsteigt
- ein Gewittersturm, der Regen peitscht die Blätter von den Bäumen, alles sucht einen geschützten Platz.
- ein dürres, gelb-rot gefärbtes Blatt mit einem dunklen Fleck. Es hängt gerade noch an einem Faden und baumelt im Wind. Gleich, beim nächsten Windstoß, könnte es herunterfallen. Nein, es fällt noch nicht, der Faden hält relativ fest. Ich werde nur hin und her geblasen.
- ein gerade auf die Welt gekommenes Baby, das an beiden Beinen gehalten wird, damit die Wirbelsäule gerade ist, obwohl es sich am liebsten verkriechen und wieder in den Mutterleib zurück möchte.
- ausgeliefert und machtlos, bis mir ein anderer Mensch zu Hilfe kommt.
- ein ganz, ganz kleiner Mensch. Zwar stehen viele Menschen um ihn herum, aber in solch einer Entfernung, in der ich sie nicht erreichen kann.
- ein Vogel, der zwischen Glasfenstern gefangen ist.
- am Meer stehend, das immer näher auf mich zuflutete, bis kaum noch Land da war
- gefangen in einem dunklen Tunnel ohne Ausgang und ganz allein
- kalte Hände, die unmittelbar nach meinem Herzen greifen, als läge es schutzlos offen
- eine Wüste
- ein Teich, ich versinke, die Hände schauen noch heraus
- ein Sumpfloch, in dem man versinkt, keiner, der in Sicht ist, mich herauszuziehen
- ein Abgrund, in den ich plötzlich schaue als eine große Tiefe.
 

Begleitung:

Begleitung in Exerzitien war für mich wie...
- bei einem Duo, das gespielt wird - und der Pianist das andere Soloinstrument mit seiner Auffassung über das Musikstück - beeinflussen will und übertönen.
- ein Wanderer auf dem Weg, in der Hand den Wanderstab, der mitgehen, stützen kann,
- das Ausdrücken eines halbfeuchten Schwammes, wobei mehr Wasser herauskommen sollte, als eigentlich drin war.
- ein Baum am Horizont beim Schwimmen durch einen großen See, an dem ich ab und zu kontrollieren kann, ob ich noch in der richtigen Richtung schwimme
- eine Hebamme, die zu neuem Leben verhelfen will.
- Das Küken, das an die Eischale von innen klopft und dem die Henne zuletzt, wenn es fast raus ist, nachhilft.
- gemeinsame Streckensuche / Wegfindung im Kursbuch Gottes
- ein 'Schutzengel', der darüber wacht, dass ich auf dem Weg bleibe
- ein Kundiger, der mir sagen kann, wo es lang geht, wenn ich die Orientierung verliere
- der Schlag des Zen-Meisters auf die Schulter des ermüdeten Lebenden
- Wasser in einem Becken, das durch fließendes Gewässer erneuert wird
- der gemeinsame Gang durch eine bewegte Landschaft (Gleichschritt, Spaziergang, Ausblick, Anstrengung, Risiko)
- gemeinsam auf dem Weg sein voll Offenheit und Vertrauen und ER geht mit, Schritt um Schritt.
- 'Seilschaft' in steiler Felswand; für schwere Wegstrecke ein Stück miteinander.
- Bäume; vom Sturm für kurze Zeit zusammengeführt. Halt des einen am anderen - dann wächst jeder wieder für sich weiter
- ein gemeinsamer Weg, erst auf einem unwegsamen, steinigen Pfad, dann durch lichtere und dunklere Strecken mit 'dem Dritten' in der Mitte, auf den wir miteinander zugehen
- eine gemeinsame Wanderung für eine kurze Zeit, bei der immer wieder mit der Landkarte in der Hand der weitere Weg überlegt wird
- eine Hand, die mir auf den Weg die Besonderheiten und Schönheiten und wichtige Situationen zeigt
- In diesen Exerzitien habe ich erlebt, wie Gott allein Anfang, Mitte und Ende in der Hand hatte.
- Geländer, Rettungsring und eine Glasscheibe, die klar und durchsichtig ist für die Liebe Gottes, für sein Evangelium
- die Führung eines guten Hirten oder wie das Führen eines springenden Fohlens an einer langen, langen Leine, die nur bei 'Achtung' angezogen wurde
- ein Bach - klar, durchsichtig - mitnehmend, sich anvertrauend im Wissen um das Ziel
- der Blick mit einem  Navigator auf die Kompassnadel
- wie einen spiegelnden, langsam fließenden Bach, wie jemanden, den man unterwegs nach dem Weg fragt
- wie ein Leuchtturm im Sturm Orientierung - Widerstand - Licht, hoffentlich bleibt er stehen
- klarer Spiegel
- eine Katze, zart und fauchend
- am Beginn bekam ich das Bild gezeigt 'Die bittende Frau' von Barlach - in dieser Frau fand ich mich und versuchte, die umgebenden Hüllen zu lösen und meine Hand auszustrecken
- eine geistliche Freundschaft...
- einen Dirigenten, versucht, Begabungen und Stimmungen zu wecken, geraten hat, mal diese, mal jene Melodie zu spielen - und auch taktvoll abgeklopft hat, wenn es nichts rechtes werden sollte...
 
 

Bibel:

Meditieren mit der Bibel ist für mich wie..
(DDR 1989)

- ein Baum, bei dem die ersten Knospen aufblühen
- ein Brunnen
- ein Freund
- ein stabiles Gerüst, das mir im Glauben hilft
- eine geheimnisvolle, zum Teil noch unberührte Landschaft voller Überraschungen, Schönheiten und Rätsel. Zum Teil tauchen auch mir längst bekannte Naturbilder auf
- Ernährung, die manchmal schmeckt, und manchmal eher bitter ist oder hart - aber wichtig ist sie mir trotzdem
- Licht auf meinem Weg
- das Meer mit Sonnenschein oder Unwetter und Sturm
- eine Quelle, die mich erfrischt, meinen Durst stillt und mich stärkt
- eine Quelle, die nicht versiegt, aus der ich Kraft schöpfen kann, die mir den Durst stillt, mich erfrischt, aber mir auch unter Umständen meine Fehler und Schwächen sichtbar macht.
- eine nie austrocknende Wasserquelle mit lebenswichtigem Wasser
- wenn ich in der Wüste eine köstliche Speise finde, die in einer Nuss-Schale eingehüllt ist
- ein Spiegel, der mein Inneres widerspiegelt, aber von einem Vorhang verdeckt, der sich nur ab und zu öffnet
- eine Stimme in der Finsternis, die vor einem Abgrund warnt
- ein Weg, der nicht immer gerade, eben, trocken, schön und reizvoll ist, aber mich doch zum gewünschten Ziel führt und seine schönen Seiten hat.
- ein Glaubensbuch
- ein Anker, der meinem Leben Halt gibt, aber auch Richtung und Ziel
- ein Brief an mich, den ich in mich aufnehmen möchte, und dann dem, das mich darin anspricht, antworten möchte

Die Bibel ist für mich wie ...
- das Brot, lebensnotwendig, aber nicht ganz so leicht verdaulich
- das Licht auf meinem Lebensweg. - Ich denke an Psalm 119,105: "Dein Wort ist meines Fußes Leuchte und ein Licht auf meinem Wege."
- die Weite, die Tiefe, die Unendlichkeit des Himmels, - konkret und doch mit einem "Darüber- Hinaus".
- ein Anker, - der mich fest hält, - der meinem Leben Halt gibt, aber auch Richtung und Ziel
- ein Anker, der meinem Leben Halt gibt, aber auch Richtung und Ziel
- ein Bach, der rauscht, spritzt, über Steine hüpft
- ein Baum, der immer blüht
- ein Brunnen, der immer Wasser hat. - Es muss geschöpft werden. Das ist oft mühsam, manchmal fehlt die Kraft. Aber der Brunnen mit seinem Wasser ist da.
- ein eindeutiger Wegweiser
- ein Fenster mit dunklen Scheiben, das ich öffnen kann, damit die Sonne einfällt, manchmal ist es verklemmt
- ein Feuer, das mich brennt, aber nicht verbrennt
- ein Freund
- ein Garten, in dem ich arbeiten kann, umgraben, ernten ... von dem ich auch fernbleiben kann
- ein Gegenüber, mit dem ich ins Gespräch komme
- ein geöffnete Tür, - ich kann eintreten in eine neue Art des Seins, - aber ich kann auch davor stehen bleiben.
- ein geöffnetes Tor
- ein großer Baum mit vielen verschiedenen Früchten...
- ein großer Schatz, von dem ich ständig nehmen kann, ohne dass er ein Ende hat, also aufhört zu geben.
- ein großes Tagebuch...
- ein Kaleidoskop...
- ein Labyrinth, nach jeder Ecke tut sich etwas Neues auf...
- ein Lautsprecher, - der die verborgene Melodie meines Herzens mit ihren Harmonien und Dissonanzen hörbar macht.
- ein Licht, das meinen Weg erhellen will und erhellt, das in mich hineinleuchtet und Dunkelheiten hinausleuchten will; oft auch wie eine Signallampe mit grünen und rotem Licht.
- ein Meer
- ein persönlicher Brief eines lieben Menschen
- ein Pferdewagen, - der mich zieht und trägt   - auf dem ich auch Halt habe, wenn es über Stock und Stein geht.
- ein Picknickkorb mit einem rotkarierten Tuch zugedeckt
- ein Reiseatlas...
- ein Schatz (Kronjuwelen) hinter einer Mattscheibe. Ich ahne nur die Umrisse. Manchmal erhasche ich einen klaren Blick auf ihn.
- ein schwarzer Koffer. Verschlossen. Aber er kann ausgepackt werden. Dann gibt er immer neue bunte Sachen preis, die mir nicht fremd sind, mich wärmen, mir wohl tun.
- ein spannendes Buch...
- ein Spiegel, der mein Inneres widerspiegelt, aber von einem Vorhang verdeckt, der sich nur ab und zu öffnet
- ein stabiles Gerüst, das mir im Glauben hilft
- ein steiler Gebirgsweg zu einem lohnenden Ziel mit angenehmen Ruhepunkten, überraschenden Wegkreuzungen, schwierigen Engpässen und manchmal gefährlich verlockenden Zwischengipfeln.
- ein Sturm, Orkan und auch linder, warmer, Sommerwind zugleich.
- ein tiefer Brunnen, - dessen Wasser klar und kühl ist- das meinen Durst stillt- das immer für mich da ist- Ich suche nach dem Gefäß, um daraus schöpfen zu können
- ein treuer Gefährte, der sich nicht aufdrängt, doch immer ungerufen da ist mit Trost, Geborgenheit, Belehrung, was ich auch immer bedarf, kurz: ein unermesslicher Schatz
- ein Tropfen auf den heißen Stein...
- ein Verbindungsweg zu Gott...
- ein Weg, - auf dem ich gehen kann - mit Kurven, von denen ich nicht weiß, was dahinter kommt
- ein Weg, der nicht immer gerade, eben, trocken, schön und reizvoll ist, aber mich doch zum gewünschten Ziel führt und seine schönen Seiten hat.
- eine Blume in der Wüste, ein unbegreifliches Wunder vor meinen Augen.
- eine Frucht, die im Boden reift und zur Sonne wächst
- eine geheimnisvolle, zum Teil noch unberührte Landschaft - voller Überraschungen, Schönheiten und Rätsel.
- eine große, von Menschen bewohnte Stadt, die schon sehr alt ist und doch lebendig und auch jung. - Es sind in dieser Stadt Häuser ganz verschiedener Kulturepochen. - Ganze Stadtteile mögen sogar von 'Zahn der Zeit' zu Ruinen geworden sein, Neues wurde darüber gebaut und angebaut. - Sie ist voller Entdeckungen. - Sie lebt, so wie sie vor 1000, 2000, 3000 Jahren schon lebte.
- eine Kraftquelle des Lebens (Trost und Herausforderung)...
- eine Lampe, deren Schein mir den Weg durchs Leben zu Gott führen und bis ans Ende des Weges = Sterben und Tod, begleiten will. Meist erfreut und erhellt ihr Schein den Weg, manchmal schreckt er mich und ängstigt er mich, weil ich ihn in mancher Situation als grell empfinde, d.h., meine Schlechtigkeit mich erschreckt, aber im letzten ist dieser Lampenschein ein Trost.
- eine Luftmatratze, die mich auf den Wogen des Lebens (Wassers) trägt und ruhen lässt, in dem ich oft kraftlos gerudert bin.
- eine nie austrocknende Wasserquelle mit lebenswichtigem Wasser
- eine Quelle frischen Wassers. Erinnert mich an Wanderungen über Berg und Tal, Nahrung im Rucksack geht aus, Trinkflasche leer. Wir kommen in blühendes, grünes Tal, Wasser klar, Geschmack wie sonst nie. Dies Wasser stillt auch Hunger, Erquickung, neue Frische, meine Augen für Natur, Wasser, Symbol für geistige Speise.
- eine Quelle, - aus der lebendiges Wasser ganz stark herausquillt, und auch wie ein Quellgebiet, mit vielen, nach überall hin sich verbreitenden kleinen Wasseradern, die Leben und Feuchte auf dürres Land bringen
- eine Quelle, - die nicht versiegt, - aus der ich Kraft schöpfen kann, - die mir den Durst stillt, - die mich auf heißer Wanderung erfrischt, - aber mir auch unter Umständen meine Fehler und Schwächen sichtbar macht.
- eine Quelle, - es kommt immer und immer wieder frisches Wasser   - es macht mich immer an einer anderen Stelle nass - - es betrifft mich immer an einer anderen Stelle - - und will mich rein waschen.
- eine Quelle, aus der lebendiges Wasser ganz stark herausquillt, und auch wie ein Quellgebiet, mit vielen, nach überall hin sich verbreitenden kleinen Wasseradern, die Leben und Feuchte auf dürres Land bringen
- eine Quelle, die immer sprudelt, zu der ich aber hingehen, und von der ich trinken muss, deren Wasser das Vordringen der Wüsten stoppen und ihnen ein Gebiet nach dem anderen wieder abringen kann.
- eine Quelle, die mich erfrischt, meinen Durst stillt und mich stärkt
- eine Quelle, die nicht versiegt, aus der ich Kraft schöpfen kann, die mir den Durst stillt, mich erfrischt, aber mir auch unter Umständen meine Fehler und Schwächen sichtbar macht.
- eine Quelle, es kommt immer und immer wieder frisches Wasser und es macht mich immer an einer anderen Stelle nass - es betrifft mich immer an einer anderen Stelle - und will mich rein waschen.
- eine reiche Vorratskammer, aus der ich jeden Tag Lebensmittel hole.
- eine Schatztruhe
- eine Stadt, eine große, von Menschen bewohnte Stadt, die schon sehr alt ist und doch lebendig und auch jung. Es sind in dieser Stadt Häuser ganz verschiedener Kulturepochen. Ganze Stadtteile mögen sogar von 'Zahn der Zeit' zu Ruinen geworden sein, Neues wurde darüber gebaut und angebaut. Sie ist voller Entdeckungen. Sie lebt, so wie sie vor 1000, 2000, 3000 Jahren schon lebte.
- eine Stimme in der Finsternis, die vor einem Abgrund warnt
- eine verschlossene Tür, zu der ich keinen Schlüssel habe
- Ernährung, - die manchmal schmeckt, - manchmal eher bitter ist oder hart- aber wichtig ist sie mir trotzdem
- Licht auf meinem Weg
- wenn ich in der Wüste eine köstliche Speise finde, die in einer Nuss-Schale eingehüllt ist
 

Erlösung:

Erlösung ist für mich wie ...
- der Weg durch sonnenbeschienenes Land mit dem Ziel auf große Herrlichkeit
- Freiheit nach der Gefangenschaft
- ein frei sein von aller Gebundenheit, ein sich tragen lassen in allen Zeiten
- wenn nach einer Zeit grauer, nebliger, düsterer und verregneter Tage die Sonne erstmals ihr Licht und ihre Wärme ganz sanft hernieder schickt.
- ein kühles Bad an einem sehr heißen Tag (aber irgendwie noch mehr)
- eine große Hand, die mich schützend und wärmend umhüllt, die mich umgibt und begleitet, die mir auch Blick in die richtige Richtung freigibt
- echtes Finden zu Gott und Jesu
- ein unerwartetes Geschenk
- ein gepflügtes Feld. Das schwarze Erdreich ist aufgebrochen, es ist empfänglich für Sonne und Regen und die Saat. Es gibt her, was in ihm ist.
- ein Sonnenaufgang, die Nebel weichen, still und stetig wird es wärmer, leicht und froh schaue ich und höre und schreite aus dem fernen Horizont entgegen
- aufatmen, auferstehen, aufstehen, weil von schwerer Bürde befreit; singen, jubeln können, gelöst von schwerer Kette, leuchten, lieben können, voller Dankbarkeit sein und Willen zur liebenden, dankbaren Hingebung.
- Ich möchte zwischen Vergebung und Erlösung unterscheiden. Ist Vergebung für mich schon wie das Abnehmen einer getragenen, schweren Last von z.B. einen Rucksack, oder die Befreiung von einer Schuld, so ist Erlösung beinahe unvorstellbar, denn sie erfahren wir ja erst nach unserem Tode im Gericht. Erlösung verbindet sich bei mir mit Helligkeit, Licht, bei dem Herrn sein.
 
 

Existenz:

Ich komme mir vor wie ...
(DDR 1986)

- an einen Brunnen; kühle Verbindung zur Quelle, Tiefe, Unergründlichkeit, Rauschen. Es ist schön dort.
- ein durstiger Wanderer, der nach langer Zeit einen Brunnen gefunden hat.
- ein gefülltes Rohr, das bald was abgeben kann und muss, sonst verstopft es.
- ein Schwimmer, der lange (vielleicht zu lange) im Wasser war. Ich bin froh, auf dem durchwärmten Strand zu liegen, festen Boden unter mir. Jetzt gehe ich am Strand umher und kann mit guten Gefühlen auf das Wasser schauen.
- mit einem Brett vor dem Kopf
- ein kahler Ast, an dem kaum merkliche Knospen sitzen
- als wenn ich jetzt auf dem Brett liege, das ich anfangs vor dem Kopf hatte. Ich habe einfach versucht, das Brett durch mich hindurch ziehen zu lassen.
- ein Vulkan, der sich nach einem Ausbruch wieder beruhigt hat
- ein Waldsee, dessen oberer Grund aufgewühlt worden ist, dessen tiefer Grund aber sauber und still liegt. (die große Spannung und Unruhe, die sich entladen hat, ist nicht im Allertiefsten meiner Seele, noch tiefer darunter ist die tiefe Stille)
- einer, der froh ist, dass er nach einer langen und anstrengenden Bergwanderung ein paar Tage in einer Hütte ausruhen darf (um über die Wanderung nachzudenken), bevor er noch einige Tage als Bergführer erneut wandern muss.
- wie einer, der in vielen Intershops nach einer bestimmten Schraube gefragt hat, und plötzlich feststellt, dass es sie auch in dem Laden an der Ecke gibt, jedenfalls heute. (DDR!)
- Die Erdschwere bleibt zurück, immer leichter, freier, Himmlischer Jubel, Lichtfülle.
- ein Blatt im Wind
- zur Ruhe gekommen, abschalten, loslassen können.
-  wie ein Boot auf einem ruhigen Meer
- ein Hungriger, der weiß, dass die Speise bereit steht. Ich will sie annehmen, denn es ist die rechte, die gut für mich ist. Sie kommt von oben. Ich warte!
- ein prächtiger Bierhumpen mit geschlossenen Deckel. Alle erwarten, dass köstliches, schäumendes, Bier darinnen ist. Ich aber ahne noch nicht einmal, was in mir ist. Ich bin gespannt darauf.
- Ich bin ein großes Stück frisch gepflügten Ackerbodens, gute, schwere, dunkle, fruchtbare Erde. Die Erde ist bereit, aus sich  wachsen und gedeihen zu lassen. Ich weiß nicht, welche Samen im Boden liegen und wachsen. Ich weiß, dass es vielfältiger Samen ist.

Ich komme mir vor wie...
- ein Mensch, der viel Liebe braucht
- ein Baum, gepflanzt an frisches Wasser
- eine lange, sonnendurchleuchtete Allee
- eine Kerze im Wind
- ein Autobus, der immer einen Platz haben muss, der mal einen Platz braucht, der auch mal mitfahren möchte, der sich auf seine neuen Fahrgäste freut.
- ein Stück Schwemmholz bei Hochwasser - 5 m vom Strudel entfernt
- ein versiegender Brunnen. Ich möchte schöpfen, aber er ist leer. Andere möchten schöpfen, aber ...
- jemand, der ausgezogen ist, Eden zu durchqueren, statt dessen jedoch in der Arktis gelandet ist und nun seinen Weg duch's Packeis auf festes Land sucht.
- ausgedorrtes Land
- eine Blume, die am Aufblühen verhindert ist
- ein Steinchen am Ostseestrand, dass zwar manchmal das Ufer erreicht, aber immer wieder zurückgespült wird.
- ein Vogel, der manchmal seinen Kopf unter dem Flügel versteckt, und der manchmal froh und frei seine Runden zieht
- ein vollgestopftes Gefäß, aus dem ich das eigentliche nicht heraushole.
- ein Baum, der allein auf einer Wiese steht, seine Wurzeln ausstreckt nach Nahrung, seine Zweige der Sonne entgegengestreckt ...
- ein Dampfkessel
- ein Vogel, der gerne ausfliegt - und danach auch gerne ins Nest zurückkommt
- ein Gorilla; böse gegen Angriffe von außen, lieb und zärtlich gegen die eigene Familie, manchmal auch schubsend zu positiverem Eigenen
- ein Sender, der ständig Signale aussenden muss oder will
- ein Sack voller ganz verschiedene Dinge
- ein altes, etwas klappriges, angerostetes Fahrrad, das Sehnsucht nach einer 'Erneuerung' (Renovierung!) hat
- eine Hydropflanze; manchmal geht das Wasser aus, dann hängen die Blätter, es gibt auch Wasser und Düngung, dann geht es eine Zeit gut
- ein kleiner Rangierer auf einem großen Rangierbahnhof
- ein Schwimmer in einem großen Gewässer, der das Ufer in seinen Umrissen schon deutlich erkennen kann, aber noch eine weite Wegstrecke vor sich hat und nicht weiß, ob er's durchhält und wenn ja, ob das Ufer dann wirklich das Ziel ist.

Ich komme mir vor wie - Ich möchte sein wie:
- eine Muschel ohne Schale (verletzlich)-  - eine Muschel mit fester Schale (nicht so verletzlich)
- eine welkende Rose, die den Kopf schon hängen lässt - eine blühende, vor Kraft strotzende Gerbera
- eine verschmutzte Fensterscheibe - eine klare Fensterscheibe
- ein Durstiger, der einen Kelch mit Wein in einem Zuge leeren möchte... - Pelle, der Eroberer...
- eine birnenförmige Kerze, unangezündet... - eine birnenförmige Kerze, angezündet...
- ein Strauch... - eine Eibe im Garten...
- eingezwängt in einen immerwährenden Kreisverkehr, nicht hinausfindend in die Stille... - Ausbruch aus dem Kreisverkehr in die Stille...
-  - ein Baum, der fest verwurzelt ist...
- wie ein aufgerichteter Mensch... - wie Johannes an der Brust Jesu...
- eine Frau mit zwei Gesichtshälften (schwarz/weiß) - eine mit beiden Händen geöffnete Schale...
- eine welkende Pflanze... - ein Kind an der Brust seiner Mutter...

Ich möchte werden wie ...
- ein Baum im Wald, er ist nichts besonderes, aber es ist trotzdem gut, dass er da ist.
- ein Bleistift, der oft gebraucht wird und dabei kleiner wird, sich für andere gibt
- ein Obstbaum, der seine Früchte ohne Gegenleistung verschenkt
- eine gleichmäßig ruhig brennende Kerze
- der heilige Bonifazius und dazu beitragen, dass ungläubige Menschen zu Gott finden können.
- ein Lichtstrahl in der Nacht und den Mitmenschen im Dunkel unserer Zeit dadurch Hoffnung schenken.
- ein Haus, in dem man sich geborgen und beschützt vorkommt
- eine Friedenstaube: Symbol des Friedens, der Zukunft, Zeichen für viele Menschen
- ein Baum. Dieser wird groß und stark. Ein Baum erreicht ein hohes Alter, ehe er gefällt wird, so möchte auch ich ein hohes Alter erreichen. Ein Baum trägt immer wieder Frucht. Ein Baum ist sehr widerstandsfähig. Er wird geehrt.
- der Wind, der ständig bemüht ist, die grauen Regenwolken vor der Sonne zu vertreiben
- ein Kornfeld. Ich möchte, dass durch mich etwas gedeiht, nachdem die Menschen hungern, bzw. etwas, was die Menschen brauche, um ihren Hunger zu stillen
- ein Baum, der seine Zweige immer nach dem Licht richtet, den Menschen Schatten und Erholung spendet. Genauso möchte ich meinen Mitmenschen helfen und im Glauben an Gott leben.
- ein reißender Fluss, welcher schnell oder langsam fließt, aber nie aufgehalten wird.
- ein Baum mit Grund unter den Füßen und Platz für viele Gäste in der Krone, die sich bei mir wohlfühlen.
- Mutter Theresa. Ich möchte armen und kranken Menschen Vertrauen und Zuversicht schenken und mit ihnen die Liebe Gottes teilen.
- eine Blume im Winter. Trotz der Kälte (und der Gegensätzlichkeit) mich behaupten und meine Gedanken nicht untergehen lassen.
- ein Fluss; er gibt lebensnotwendiges Wasser, kann Freude bringen (baden), andere mit sich reißen, Erfrischung bringen, Mauern durchbrechen.
- eine Flamme, die Licht und Wärme spenden kann und im Erlöschen noch angenehme Stille und Dunkelheit ('Nacht') bringt.
- meine Mutter, die sehr viel Zeit und Liebe unserer Familie opfert
- eine Wolke und den Kindern im Winter durch Schnee eine Freude bereiten. Ich mag lustige Kinder.
- ein Haus, welches allen Stürmen standhält und welches für jeden Menschen offen ist.
- so ähnlich wie Jesus, denn er war gütig und hat alles nur verschenkt, ohne etwas von den Menschen zu verlangen (außer dass sie den Vater und ihn lieben). Aber bis dahin ist noch ein weiter Weg.
- ein Baum. Er ist groß, kräftig, eine Hilfe für andere in Form von Papier, oder eine Freude über den Anblick oder durch seine Blüte.
- jemand, der teilt, nicht nur Brot, sondern auch Freude und Liebe.
- eine strahlende Mittagssonne für andere.
- ein schützender Hafen für andere. Ich will ihnen beistehen, zuhören, verstehen und helfen, wo es nur irgendwie geht.
- eine gefüllte Schale für andere.
- klarer, blauer Himmel, den die Sonne durchdringen kann.
- eine Kerze, jedem Licht und Wärme geben.
- ein Wegweiser. Er zeigt den Menschen, auch den Verirrten, den richtigen Weg.
- ein Felsen. Damit ich anderen eine Stütze bin oder ihnen Unterschlupf gewähren kann. Man soll auf mich bauen können.
- das Wasser, das anderen Menschen und Pflanzen das Leben ermöglicht.
- ein Mensch, Mitleid haben und die vielen anderen aus dem Herzen kommenden menschliche Eigenschaften besitzen.
- ein Licht, das anderen den richtigen Weg erhellt.
- eine Kerze, die Licht in die Welt trägt, und Wärme spendet. Ich möchte den Menschen, die den Sinn des Lebens nicht wissen, helfen und den anderen Liebe und Freundschaft zeigen, so wie Christus.
- ein Leuchtturm, der sein Licht in die Welt (in die Weite) schickt, der wie ein Magnet und Stützpunkt wirkt, und der fest in der Brandung steht.
- eine Kerze, die Wärme, Frieden und Geborgenheit gibt. Kerze _ Symbol für neues Leben
- eine gute Nachricht, die Freude bringt
- ein Ruder, das ein Boot vorwärts treiben und lenken kann.
- ein Buch voll reichen Inhalt, den Menschen, die mich aufschlagen und auch eine Weile in mir blättern, etwas geben, was ihnen weiterhilft. Einen Spruch in der Not, ein schönes Bild, um zur Ruhe zu kommen, ein tolles Gedicht.
- ein Baum, der unter anderem das Kohlendioxid in Sauerstoff umwandelt, um Leben zu spenden.
- ein Pfeiler in einem Haus, er stützt zuverlässig, ist Halt und unauffällig
- eine Pflanze. Sie ist standhaft bei Wind und Wetter, und wenn sie doch abbricht, kann sie im nächsten Jahr wieder neu blühen, d.h. man kann vor Gott neu anfangen.
- das Geländer einer Treppe
Ich möchte sein wie...
- ein Springbrunnen...
- ein kleines Kammerorchester mit drei Instrumenten, dem Männlichen, dem Weiblichen und mit dem Kind in mir...
- eine junge Birke...
- ein sonnenbeschienener See in einer weiter Landschaft...
- ein Heißluftballon, der mehrere Menschen in seiner Gondel über die Stadt trägt und Halt macht genau über dem Dach einer Kirche. Die Mitfliegenden sitzen miteinander in der Gondel und reden und freuen sich....
- ein Kind am Meer, das angstfrei aber respektvoll dem Wasser gegenüber ist...
- das Meer an einem ruhigen, warmen Tag, das Meer mit glattem Spiegel, Licht durchlassend bis zum Grund...
- Max und Moritz...
 
 

Freiheit:

Freiheit ist für mich wie ...
(DDR 1987)

- die Schlüsselgewalt über meine Tür - wenn es klopft und ich will, schließe ich zu und bin allein, oder ich will und öffne und lasse den anderen ein.
- das Gehen durch eine kleine, enge, graue Tür hindurch auf eine Wiese ohne Begrenzung. Auf der Wiese grünt und blüht es in allen Farben und Arten. Mitten durch führt ein Weg, auf dem ich gehen kann, aber nicht muss. Betrete ich die bunte Wiese, würde ich all das Schöne zerstören.
- ein losgelöstes Blatt vom Baum. Es wird von der Kraft des Windes getragen, irgendwohin. Es hat sich bei der Trennung vom Baum nicht verändert, es ist so, wie es eben ist. Es schwebt in angenehmer Art und Weise.
- ein Vogel, der über Gipfeln, Tälern, Flüssen und Meeren seine Kreise in der untergehenden Sonne zieht.
- Tanzen auf der Wiese, umgeben von Wald, mit meiner Familie, die Sonnenstrahlen fühlen
- ein Wanderer im Wind
- eine große Wiese mit vielen bunten Blumen. Viel Leben gibt es auf dieser Wiese. Weit und breit gibt es keine Mauern oder Zäune. Ich sehe den weiten und blauen Himmel über mir, Wolken ziehen vorbei. Ein frischer Wind weht.
- ein schöner Tag ohne Ende.
- erlebe ich in Gottes freier Natur (ganz gleich, ob auf dem Fichtelberg oder am Ostseestrand), weil ich mich da ein ganz kleines Stück unserem Schöpfer näher fühle.
- ein Vogel, er fliegt über Grenzen hinweg zum Überwintern, der dann aber wieder zurückkommt, um hier ein Nest, bzw. Familie zu gründen
- ein Bäumlein, das eingeengt zwischen anderen stand und nun umgepflanzt wird dahin, wo es sich frei nach allen Seiten entfalten kann. So wächst es zu einem in sich schönen Baum heran
- das Schweben eines Vogels: Adler in der Bergen, Lerche über dem Feld
- ein großes Meer, in das ich hinein schwimmen kann. Firmament und Wasser treffen sich - so weit kann ich sehen, aber es geht noch weiter. Unbegrenztheit.
- eine Knospe eines Baumes, die sich im Frühling entfaltet, frisch, farbig, vielfältig in der Form, aber nicht losgelöst von dem Baum, der sie hervorgebracht hat. Im Winter war sie gefangen, todgeglaubt, erstarrt.
- ein Lied, das ich singen kann, nach dem es vorher (ungesungen) nur durch die Noten 'verschlüsselt' war
- ein Reiter, der im gestreckten Galopp über die Steppe fliegt.

Freiheit ist für mich wie...
(1997)
- das Sitzen neben einer Alphütte bei herrlichem Sonnenuntergang...
- ein Vogel, der - dem Käfig entkommen - sich in die Höhe schwingt, dem Licht entgegen...
- ein Vogel in der Luft...
- ein Vogel, eine Schwalbe...
- ein singender Vogel, getragen von den Lüften...
- ein Zugvogel, weit oben in der Luft fliegend, mit ungeahnten Kräften aus ausgezeichnetem Orientierungssinn...
- ein Adlerpaar, das im Abendlicht durch die Luft kreist...
- das Herz eines Kindes...
- ein Umgebenwerden von Luft und Sonne ...
- wenn ich am einem Sommerabend in die Weite des Zugersees hinausschwimme, das Gesicht beleuchtet und gewärmt von den Strahlen der untergehenden Sonne...
- mit ausgebreiteten Armen mich vom lauen Wind der Liebe Gottes umwehen lassen...
-eine Weggabelung, ich kann nach rechts oder links gehen, ich kann Ja oder Nein sagen...
- ein Adler, der der Sonne entgegenfliegt und durch sie hindurch in Gott hinein...
- die Aussicht auf einem Berggipfel...
- ein warmer, sonniger Tag (die Sonne = Freiheit gibt mir Kraft)...
- das Hinauflaufen auf einen Berg; nach oben und auf die Seite offen und unter den Füssen festen Grund...
- ein Baum...
- Erlösung von der Selbstsucht (Freude, Voraussetzung zur wahren Liebe, zum Du)...
- Quellwasser, das seinen eigenen Weg findet und irgendwann einmal in das große Meer einmündet...
- ein riesiges Tor, wenn ich es öffne, strömen Licht und Sonne in mich hinein und machen mich offen für Gott und die Menschen...
- dass ich hier sein kann, dass ich jetzt hier sein kann, dass ich in dieser Gemeinschaft bin...
- ein im Frühling erwachender Krokus...
- an der Hand Gottes geführt werden...
- über den Wolken tanzen und sich von der Liebe Gottes (Sonne) bestrahlen lassen...
- das Mondlicht auf einer weiten Schneelandschaft: hell, glitzernd, unbegrenzt, voller Möglichkeiten...
- ein Sandkorn, das der Wind aufnimmt und irgendwohin trägt...
- ein Baum, der im Herbst sein Laub loslassen kann...
- eine bunte Palette...
- das Heraustreten aus dem schützenden Wald auf einen Felsen, den die Sonne bestrahlt und der Wind umpfeift...
- Frage: Sind wir in unserer Gegenwart Sklave von Freiheit geworden, haben wir sie verabsolutiert, gleich aus welchen Gründen?...
 
 

Frieden:

Frieden ist für mich wie ...
- ein zerrissener Schuldschein
- Abendglocken über dem abgeernteten Feld
- summende Bienen in der Mittagsglut
- Hände, die sich über einem zerbrochenem Schwert ineinander entgegenstrecken
- der heilige Hieronymus in einer Zelle mit dem schlafenden Löwen zu seinen Füßen
- ein geschlossener Kreis, in dem die Ecken vieler ungleichmäßiger Vielecke münden
- die leise atmende glatte See
- das Bild von Hans Thoma von seiner Mutter mit den gefalteten Händen über der Bibel
- der Weihnachtsstern über der Krippe
- fröhlich spielende Kinder
- eine über ihr schlafendes Kindchen geneigte junge Mutter
- das gelöste Gesicht eines Gestorbenen
- zwei alte Eheleute auf der Bank vor ihrem kleinen Haus
 

Glaube:

Glaube ist für mich wie ...
- ein Licht in dunkler Nacht - geborgen sein an der Hand des Vaters - ein Pfad im Gebirge
- Schwimmen gegen den Strom
- geführt werden an der Hand des Vaters
- bei Gott zu Hause sein: versorgt sein, sich geborgen wissen, Haus mit offenen Türen für Andere
- das Schauen eines weiteren Horizontes, hinter dem das Licht der Morgendämmerung aufsteigt - auch wenn ich selbst im Schatten der Nacht stehe
- das Mitspielen in einem gut geleiteten Orchester: allein geht es nicht, die Noten sind vorgeschrieben, aber ich gebe meinen ganz persönlichen Ausdrucks- und Gestaltungsfähigkeit hinein; es gibt einen wunderbaren, nicht zu begreifenden gemeinsamen Klang; wenn alle sich vom Dirigenten leiten lassen
- das Ende der Einsamkeit
- ein Getragenwerden auf dem Rücken meiner Großmutter. Als kleiner Junge ging meine Großmutter mit mir viel über Land spazieren. Wenn ich müde wurde, nahm sie mich auf ihren Rücken, meist schlief ich dabei ein, bis wir zu Hause waren.
- das Fahren in einem ferngesteuerten U-Boot durch den Ozean
- ein schmaler Weg, erst mit Geländer zum Festhalten, dann hört das Geländer plötzlich auf, aber ein Stück Fels ist da und geht mit.
- ein Fels, auf dem ich sicher stehen kann in allen auf und Ab des Lebens
- das Festhalten an einem Sicherungsseil im Überhang an einem Fels
- eine Bergwanderung. Es geht nach oben und unten, einmal rechts und einmal links herum. Der Weg aber ist hier und da gekennzeichnet durch Wegweiser. Es ist mit Anstrengung verbunden, aber es gibt auch Rast.

Glauben ist für mich wie ...
(DDR 1979)
- ein Leuchtfeuer, das mich durch manche Schatten und Dunkelheiten zum Ziel bringt
- als ob ich einen entscheidenden  Brief geschrieben habe und nun auf Antwort warte
- der Sprung eines Fallschirmspringers in die Luft, die ihn trägt, wenn er den Sprung ins scheinbare Nichts wagt
- eine Heimat
- ein großer Wasserfall
- eine Reise durch viele Länder im Frieden
- wenn ich in einem Fußballspiel mitspiele:
_ die Zeit ist begrenzt
_ ich kenne die Spielregeln
_ ich kann gefault werden
_ ich bin bemüht, meinen Beitrag für das Resultat der Mannschaft zu geben
- wie nach langer Zeit zu Hause ankommen
- das Wandeln auf dem Pfad, der für mich bestimmt ist, zu den Gipfeln des Lebens, den ich nur durch das Begleiten einer unsichtbaren Hand traumwandlerisch sicher gehen kann
- eine unheilbare Krankheit, die doch geheilt wird: was menschlich unmöglich und doch möglich ist
- das Tor zum Frieden, zum Lieben, zum Leben - nicht ohne Zweifel als Begleiter
- ein Weg, der oftmals durch eine schöne Landschaft führt. Doch manchmal wird er immer  schmaler. Plötzlich ist er mit Geröll völlig verdeckt und ich muss ihn wieder suchen. Doch ich darf ihn immer wiederfinden.
- den Weg gefunden zu haben, der unbedingt zu dem einzigen wahren Ziel führt, zu Gott, dem Vater
- der Verbindungsweg von mir zum Herrn
- ein Schiff auf bewegter See. Wellen heben und senken das Schiff. Ich brauche den Kompass oder den Polarstern
- ein Baum, der wächst vom Samenkorn (Taufe) bis zu den Früchten (reife Frucht: Tod). Der Same in der Frucht: die Auferstehung
- die Luft, in der ich lebe und atme
- eine gelbe Frühlingsblume
- den Weg gefunden zu haben, der unbedingt zu dem einzigen wahren Ziel führt, zu Gott, dem Vater.
- Glauben heißt für mich: Ich entzünde ein Licht an der Kerze der Hoffnung.
 

Glauben ist für mich wie ...
(Kirchl. Mitarbeiter in der Ausbildung 1981)
- ein Stalagmit: er wächst durch Tropfen von oben ganz langsam aber stetig, er gibt den Höhlen erst einen ganz besonderen Reiz und wunderbare Schönheit (geheimnisvoll)
- Stehen auf einem Felsen inmitten der Brandung und des Sturmes
- die ausgestreckten Hände des Dornengekrönten fassen und voll Vertrauen und Hingabe auf ihn sehen: Jesus
- eine Gebirgswanderung: wir haben ein Ziel, es kann passieren, dass wir es mal aus den Augen verlieren, mal ist der Weg eben und leicht, mal schwer und kaum gehbar
- das Erfassen einer mir entgegengestreckten Hand, an deren Wärme ich Geborgenheit und Liebe spüre
- mein Haus auf den Felsen bauen
- das Festklammern an einem Felsen, der mir mitten in der Strömung, die mich wegreißen will, Halt gibt.
- ein Stuhl, von dem ich nicht nur registriere, dass er da ist, sondern auf den ich mich setze
- eine große Hand, die um mich herum ist, mich umgibt, hält, beschützt; die mich einschließt und umschließt und mich bewahrt
- die Fahrt in einem kleinen Boot durch sturmbewegtes Wasser, mit der festen Gewissheit, am anderen Ufer anzukommen
- ein wachsender Baum in den vier Jahreszeiten, der von den Sonnenstrahlen abhängig ist.
- ein Waldweg, den ich entlanggehe, über dem die Sonne immer scheint. Aber oft sein die Bäume so dicht, dass es bei mir dunkel ist und ich die Sonne nicht sehe oder sehen will. Aber immer wieder komme ich an lichte Stellen voller Sonnenschein.
- ein schmaler, gewundener Gebirgspfad, auf dem man Sonne, Wind und Regen ausgesetzt ist, schwere Steigungen zu bewältigen hat, aber auch mit herrlichen Ausblicken belohnt wird ...
- trotz reißender Ströme, die mich wegspülen wollen, immer wieder auf den Felsen stellen (an Jesus festhalten, mich auf ihn verlassen, auf IHN schauen)
- ein festes Seil, das mich sicher zum Licht zwischen den Felsen führt
- ein Fallschirm: erst geschlossen, aber wird immer größer, am Ende ganz offen
- ein Rettungsanker _ Bild des sinkenden Petrus, dessen Hand von Jesus gehalten wird
- der rettende Halm, den ich ergreifen kann vor dem 'wegsinken'
- eine brennende Kerze mit einer großen Flamme in einem dunklen Raum
- ein Brunnen, aus dem ich schöpfen kann, der aber auch austrocknen kann
- eine brennende Kerze, die im Wind steht
Christlicher Glaube ist für mich wie...
- ein zerrissener Schuldschein
- Abendglocken über dem abgeernteten Feld
- summende Bienen in der Mittagsglut
- Hände, die sich über einem zerbrochenem Schwert ineinander entgegenstrecken
- der heilige Hieronymus in einer Zelle mit dem schlafenden Löwen zu seinen Füßen
- ein geschlossener Kreis, in dem die Ecken vieler ungleichmäßiger Vielecke münden
- die leise atmende glatte See
- das Bild von Hans Thoma von seiner Mutter mit den gefalteten Händen über der Bibel
- der Weihnachtsstern über der Krippe
- fröhlich spielende Kinder
- eine über ihr schlafendes Kindchen geneigte junge Mutter
- das gelöste Gesicht eines Gestorbenen
- zwei alte Eheleute auf der Bank vor ihrem kleinen Haus
- Wurzeln, die mir Halt geben und mich ernähren...
- eine grüne saftige Wiese
- ein Fundament, eine Baugrube mit Beton
- Licht, das Dunkelheit verdrängt
- ein Seil als Halt und Verbindung im schwierigen Gelände
- das Wasser des Meeres
- weit, offen, erfrischend, in Bewegung, in Ruhe, nichts festhalten wollend
- das Wasser für den Fisch
- eine Quelle des Lebens
- eine Madonna mit Kind
- ein großes, leuchtendes Sonnenblumenfeld
- ein Schiff auf dem Meer in Regen und Wellen
- ein Teller mit duftender, heißer Suppe
- ein Baum mit einigen Blättern
- ein enger schmaler Weg mit Fußabdrücken
- das Rückgrat (Skelettstütze)
- eine schützende Hand
- die Sonne
- ein warmes Bad, von allen Seiten umgeben von Wärme
- ein Baum, tief verwurzelt, sich im Licht streckend
- der „barmherzige Samariter“
- der "wunderbare Fischfang"
- ein Weg - - Ich muss den Weg nicht allein finden - - Je mehr ich mich der Führung (Jesu) überlasse, desto besser
- ein Puzzle (auf der Suche nach den richtigen Teilen)
- ein Geländer an einer steilen Treppe, die nach oben führt, während rechts oder links ein Abgrund gähnt
- eine Hand -
- sie nimmt mich bei der Hand
- sie beschützt mich
- sie zeigt mir den Weg
- sie ist immer bei mir
- sie lehrt mich
- sie gehört zu mir
- ein Tümpel - - in der Mitte schwarz und unergründlich, - am brackigen Rand tummeln sich Kleintiere: Achtung! Hier ist noch Leben!
- eine Bergwanderung an einem dicken Seil,
- an dem ich mich entlang ziehe,
- das mich vor dem Absturz bewahrt
- das mich um gefährliche Ecken leitet
- eine alte Rumpelkammer, in der alle Menschen Platz finden, die sich da reintrauen:
- Künstler, Landstreicher, Kranke, Leute, die Gespräche suchen, Menschen suchen
- Sonnenstrahlen, zum Schluss mit einem Herz in Regenbogenfarben
- ein Quell mit frischem Wasser
- ein Bach
- mal ruhig dahinfließend, mal unruhig auf und ab an Steine stoßend
- eine Blume aus Tiffany-Glas
- eine große Buche
- fest verwurzelt,
- Lebensraum gebend,
- ständig wachsend
- ein warmer Sonnenstrahl, der durch Wolken und Bäume einen Weg findet
- eine gewölbte Brücke über einen Fluss, wo mir treppab jemand entgegen kommt, ich selber aber erst auf den untersten Stufen stehe und die ausgestreckte Hand benötige
- ein Säugling an der Mutterbrust
- ein Bergbach mit schnellen und langsamen Teilen
- meine Wanderstöcke
- ein Mantel,
- einhüllend,
- wärmend,
- Schutz gegen Kälte gebend, wenn ich hinausgehe,
- ich kann ihn öffnen und schließen
- eine bunte Wiese
- Sie ist einfach, und die Bienen und Schmetterlinge kommen geflogen und holen sich den Nektar
- ein Vogel, der singt, wenn es noch dunkel ist
- die Hand, die eine Drachenschnur festhält, während der Wind den Drachen trägt oder auch heftig umhertreibt
- ein Baum - - wachsen, gedeihen, blühen, reif werden, Ruhezeit haben, um dann wieder zu wachsen
- ein Korb, der im Nebenkämmerchen der Sakristei auf einem Regal steht - genau über der Griffhöhe, aber ich will ihn herunterholen
- eine Wanderung
- mal allein, mal mit anderen
- mal bequem, mal lebensgefährlich
- mal mit klarer Orientierung, mal völlig ohne jede Orientierung (verlaufen)
- frisches Wasser, (kalt, warm, sprudelnd, im Brunnen, im Bad, zum Trinken, zum Neuwerden (Weihwasser, Taufe)
- ein Wegweiser
- der Sternenhimmel
- Licht und Musik
- eine brennende Kerze
- ein Auf-dem-Weg-Sein mit anderen zum Ziel
- ein warmer Mantel, in dem ich mich geborgen fühle
- Es können Unwetter kommen, aber ich bin nicht hilflos preisgegeben.
- ein Weg
- mit Hindernissen
- mit Kreuzungen
- mit Verzweigungen
- mit Richtungsänderungen
      aber er vermittelt die Sicherheit, dass er zu meinem Ziel führt
- ein Schiff (das sich Gemeinde nennt)
- ein Weinstock
- ein Buch
- mit Anfang / Einleitung
- mit Blättern (Inhalt: spannend, traurig, viele Themen)
- ein Joch, das manchmal sehr drückt, um das ich aber auch sehr froh bin, weil es mich leitet und mir zeigt, wo es hin geht. -(wie ich grade nur noch die Last spürte und mich fast erdrückt fühlte, kam jemand, nahm die Last ab und sagt, ich wäre frei, ich könnte trotzdem meinen Weg finden, das Joch wäre leicht!)
- wie ein Honigeimer, aus dem der Honig sehr schwer löslich ist
 
 

Gottes Liebe:

Gottes Liebe ist für mich wie ...
(Jugendliche DDR 1977)
- der Himmel, groß und unendlich
- eine Wolke, weiß und rein
- ein Licht, das in die Dunkelheit dieser Welt scheint und sie beleuchtet
- die Luft, sie ist überall
- ein Obstbaum, da aus den kleinen Knospen Früchte wachsen
- ein Baum, er steht fest in unserem Leben, ob er Früchte trägt oder nicht, das liegt an uns selbst
- ein Baum, unter dem man einen Schatz findet
- Maiglöckchen, so rein, weiß und zart
- eine Knospe einer Blume, denn sie öffnet sich uns langsam, wenn wir uns ihr öffnen
- eine aufgehende Blume, je mehr man sie pflegt, umso schöner ist sie
- ein Brunnen, der nie alle wird
- eine heilende Salbe, sie dringt in die Menschen ein, und wer sie nicht aufnehmen will, kann sie nicht einfach wegwischen
- ein Fenster, das überall Licht und Wärme spendet
- ein Herz, das zu allen Menschen gelangt
- ein Herz, man braucht es, lebensnotwendig, man kann es spüren oder fühlen, es ist immer da, geht mit uns mit, bestimmt unseren Lebensrhythmus, es wird aber oft nicht beachtet, andere machen uns auf unser Herz aufmerksam
- ein Vater, hält seine Hand über jeden Menschen, rettet die Menschen wie ein Vater sein Kind, rettet die Menschen, die in Gefahr und Not sind
- ein Mutter, er lässt sie leben
- ein Haus, das nie einstürzt
- eine Wiese, auf ihr wachsen Gras und Blumen, an denen sich die Menschen erfreuen
- die Luft zum Atmen, immer vorhanden, lebensnotwendig und doch so zurückhaltend, dass man sie oft übersieht und vergisst
- ein Hirte zu seinen Schafen
- ein Bett, in dem man sich wohlfühlt
- ein wärmender Umschlag, ich habe ihn immer bei mir, er wärmt und schützt mich
- das Zusammenleben und Zusammenhalten zweier Partner in Freud und Leid
 

Gottes - Metaphern:

Gott ist für mich wie ...
- ein Zufluchtsort, zu dem ich gehen kann, wenn ich mir selbst und mir Menschen nicht helfen können
- ein liebender Vater, der mich mit seinen Armen, trotz Verfehlungen, immer umfasst und mir Mut und Hoffnung macht und stets verzeiht
- ein großer Freund
- eine Quelle, aus der ich immer wieder schöpfen darf und die nie versiegt, aus der ich täglich neu empfange. Mir ist wichtig geworden, dass ich nur im Aufblick auf Jesus, bei Verzicht auf mir wichtige irdische Dinge, ihn nachfolgen kann.
- ein Seil, nach dem man immer wieder greifen kann
- eine Quelle, aus der ich geboren bin, die ohne mein Zutun ist und bleibt, die erfrischt, wegspült, reinigt, die nicht Kreislauf ist, sondern mehr Ursprung
- ein schönes weites Tal, aus dem es viele Wege nach oben gibt
- der rettende Fels in der Brandung
- das in Andacht und Vertrauen zu verehrende große Geheimnis
- ein Licht, welches mir in einem unübersichtlichen Sumpfgelände den Weg immer wieder neu zeigt. Joh.8,12 Jesus leuchtet auch dunkle Stellen in meinem Leben aus.
- ein gütiger Vater, der mich an sein Herz drückt und liebevoll zu mir spricht. Er spricht sehr ruhig zu mir. Er liebt mich.
- der gestirnte Himmel oder fließendes Wasser. Fülle, Reichtum
- das Universum - so groß, so unendlich: ohne 'Ende'
- das 'zu Hause' hinter dichtesten, totalsten Nebel
- die Sonne: Licht, Leben spendend
- eine Quelle: Wachstum ermöglichend, Voraussetzung dafür, erfrischen, reinigend
- eine große Eiche im Wald, die über alle Bäume hoch hinausragt
- eine Hand, die festhält, trägt, zeigt, segnet, gibt, droht, hört
- eine Mutter, auf deren Schoß man sich geborgen fühlt
- ein doppelter Regenbogen
- ein kühles Glas Weißwein in einem alten Römerkelch: erst wenig deutlich, dann sichtbar
- der Himmel an einem heißen Sommertag mit aufziehenden Gewitterwolken
- das Nahe und das Ferne. 'Von allen Seiten umgibst du mich und hältst deine Hand über mir.'
- der strahlend blaue Himmel (incl. Sonne), der manchmal durch weiße oder dunkle Wolken verdeckt wird
- ein Loch, durch das ich mich und alles, was mich umgibt, sehen möchte. Aber es ist mitunter verstopft.
- ein Mensch, der mir beide Arme entgegenhält: eine zum zupacken, eine zum Festhalten

Gott ist für mich wie ...
- eine strahlende Kugel, von der ich immer nur einen Teil von der Oberfläche wahrnehmen kann. Du machst mein Leben hell und warm. Ich danke dir.
- der schützende Vater.
- Gott ist für mich personenhaft in der Dreieinigkeit: Ich finde Halt als Kind dem Vater gegenüber, als Braut dem Sohn gegenüber stets verbunden durch den Heiligen Geist in der Liebe, die alle Schwierigkeiten überwinden hilft.
- eine lichte Dunkelheit. Je mehr ich es wage, tiefer hineinzuschreiten, desto mehr werde ich licht.
- eine Decke: sie hüllt mich ein (ganz), schützt, wärmt, ich kann sie wegstrampeln, aber mich auch ganz einwickeln, muss sie 'in Ordnung' halten (pflegen), sonst geht sie 'kaputt', ich kann mich auch mit anderen Dingen einhüllen, aber eine Jacke z.B. deckt nur ein Teil des Körpers zu und wärmt ihn.
- ein weites Tal, wo viel Platz ist, wo man sich geborgen fühlt durch die vielen grünen Berge rundum und die blauen dahinter
- der Lichtquell ohne Anfang und ohne Ende
- die Sonne, die alles erleuchtet mit ihrem Licht, die alles erwärmt mit ihren Strahlen. Alles Leben und Wachsen verdanke ich ihr. Auch wenn sie verdunkelt ist durch eine Wolke, weiß ich, sie ist immer da.
- die Sonne. Er erleuchtet mich, wenn es mir dunkel ist, er schenkt mir neuen Mut und Kraft und erwärmt mich bzw. belebt mich immer wieder neu.
- Christus ist wie mein Bruder, mit dem ich täglich und stündlich über alle großen und kleinen Dinge sprechen kann - mein Begleiter -
- die Sonne - so leuchtend, dass ich kaum oder gar nicht hinschauen kann, aber ich spüre seine Wärme.
- eine Wintersonne auf dem Schneefeld
- eine brennende Kerze. Je dunkler es ist, um so mehr leuchtest Du. Auch im Hellen leuchtest Du, aber ich darf nicht vergessen, nach dir zu sehen, sonst kann ich dich durch die andere Helligkeit zu leicht übersehen. Du weist mich auf einen bestimmten Abstand hin, denn die direkte Berührung würde mich verbrennen.
- das Allumfassende, das tief in uns allen ist und uns verbindet
- ein Meer, in dem ich versinke, ohne zu ertrinken
- Anker in unserem Leben. Er gibt Halt.
- das Netz für einen Seiltänzer, der hoch oben unter der Zirkuskuppel seine Kunststücke probiert. (Ansporn u. Halt)
- Schatten und Licht
- das Meer, das einen harten Felsen umspült, mal zärtlich, mal wild und leidenschaftlich.
- Regen, der trockenes Land befruchtet.
- ein weiter Raum - eine schöne, einsame Landschaft mit einem klaren Fluss, der durchläuft

Gott ist für mich wie ...
- eine brausende Meereswoge im Ozean, der ich nicht Widerstand leisten kann. (mit all dem Schrecklichen, das auch in dem Bild steckt!)
- unendlich, ewig, alles. er beinhaltet alles, Sein als auch nichts, er ist 'Es'. Einen solchen Gott kann ich als Mensch nicht begreifen. Deshalb macht er sich mir auf ganz einfache Weise verständlich. er ist's, der den Menschen nach seinem Ebenbilde schuf. Er ist der Vater. Ich kann zu ihm eine Beziehung der Liebe als zu einem 'Du' aufbauen.
- das unschuldigste aller Kinder, indem er Freude ausstrahlt, Chaos verursacht und dann, wie ein Kind, selten verstanden wird.
- eine große Kugel, unbegrenzter und spürbar enger Dimensionen, die mich umhüllt, birgt.
- Geborgenheit und Heimat. Mein Irrtum ist nur, dass ich mich immer wieder von ihm entferne. Tröstlich und gut, wenn ich wieder zurückfinde, er ist treu, Gott sei Dank.
- der Atomkern, in den alles sich bewegt und kreuzt. Wenn er nicht da wäre, fehlte meinem Leben die Mitte.
- die Sonne, die das Dunkel hell macht, Wärme gibt, die Wachsen lässt und Leben schafft, die aber auch heiß und nicht anfassbar (manchmal fassbar) ist, die verständigen kann.
- ein weit entfernter Scheinwerfer für einen Nachtfalter (Ziel und (Inhalt seines ganzen Wollens)
- der Himmel - nah und fern zugleich. Klar und durchsichtig an schönen Tagen, drohend bei Wolken, dann aber gerade näher, zu spüren bei aller Unendlichkeit.
- ein Fallschirm, der mich sicher trägt. Er trägt mich über Schönes, aber auch über Abgründe. Dabei geht es nicht ohne Angst und Grauen, aber am Ende kann ich sicher landen.
- der Zielpunkt n einem unterirdischen Höhlenlabyrinth. Ich suche noch irgendwo am Rand.
- ein Vater, der mir vieles abverlangt, damit ich den Weg zum Guten einschlage, und der meine Fehler und Schwächen kennt.
- eine Zufluchtsstätte - mit ständig geöffneter Tür. Ich weiß, immer kann ich dort hinkommen, gehe aber doch oft vorbei.
- der Vater, der mich kennt, dem ich alles sagen kann, dem ich vertraue, meine Zuflucht, dessen Wege mit mir ich jedoch oft nicht verstehe; ich hoffe aber, später einmal bei Ihm zu sein, und alles zu verstehen.
- ein Regenbogen, er verbindet mich mit seiner Vielfalt. Ich denke dabei an den Bund, der er mit Noah geschlossen hat.
- die Erdkugel, die unbeirrt ihrer Umlaufbahn nachgeht. Auf der Erde sind viele Kriege. Die Menschen bringen sich gegenseitig um, die Menschen vernichten wichtige Nahrung. Und doch entsteht aufgrund dieser Umlaufbahn um die Sonne immer wieder neues Leben und neue Nahrung.
- ein Vater, der seine Kinder segnet. Alle meine Anliegen kann ich zu Ihm bringen, er wird immer helfen. Mir in Nöten mit Rat beistehen und mich vor bösen Mächten bewahren. Ich bin bei ihm geborgen.
- ein Vater, dessen Augen stets bei mir sind. Er erzieht mich mit Strenge, schickt mich schwere Wegstrecken der Bewährung, dass ich auf Ihn zuwachsen soll - aus Liebe.
- ein Flugzeug, das mich umgibt. Aus ihm heraus kann ich alles von einer höheren Sicht her erkennen.

Gott ist für mich wie ...
- so unfassbar groß, für mich nur zu begreifen in etwas ganz kleinem wie z.B. einer Kastanienknospe, in der ich heute das kommende Frühjahr gesehen habe.
- eine kostbare Melodie, die ich einmal - und dann immer einmal wieder gehört habe, und nach der ich seitdem suche.
- ein gütiger König, zu dessen Thronsaal ich ständig Zugang habe und der nur darauf wartet, sich mir dann voll zuzuwenden.
- ein Sicherheitsnetz für einen Seiltänzer (Fangnetz)
- das dunkle Licht der Gewissheit - schwebender, hauchdünner Grund, der mich trägt - lichtdurchdrängter Nebel, der mich umgibt.
- ein weiter Raum
- ein unendliches Meer
- ein Haus, mein Haus, mein Zuhause
- mein Zuhause, auf das hin ich unterwegs bin, solange ich lebe.
- die Sonne, die Leben spendet, wärmt, Licht in die Dunkelheit bringt.
- ein unbenennbares Ziel am Ende der Wüste
- Himmel und Erde (Einkehr von Seelisch-geistigen und Materiellen)
- Licht und Wärme - schafft Raum der Freude und Geborgenheit, kann aber auch stechend und brennend werden (paradox)
- die Mitte meines Seins. Von hier empfange ich mich (Gott in mir)
- wie ein Aal - wie etwas, das immer entgleitet, wenn man es greifen will (über jedes Wort hinaus)
- der treueste, unvergleichliche Freund (mehr als Bilder, aber Bilder nötig)
- eine süße, bittere Speise (paradox)
- ein hoher Berg. Der Weg zu ihm ist oft gefährlich und steil, doch wenn ich den Berg erklommen habe, kann ich das Land ringsum, sowie den bisherigen Weg überblicken
- Jesus. Ein Weggefährte, der alle Höhen und Tiefen menschlichen Lebens kennt, der mich ins Vaterhaus bringt.
- die Luft, die den Vogel trägt, wenn er seine Schwingen ausbreitet
- mein Vater, in dessen offene Hände ich mein Gesicht und meine Hände lege - Jesus gab mir diesen Rat.
- die Luft zum Atmen
- ein Geliebter - der immer bei mir ist in jeder Situation, in Freude und Not
- eine unermeßlich große Liebe, die an mir arbeitet (manchmal wie an Jakob).
- die Luft, die ich atme, die um mich herum ist, aus der ich lebe, mehr, als ich es weiß.
- das, was für Fische das Wasser ist (nicht zu sehen, aber doch da)
- ein liebender Vater, der sein Kind den Weg allein wählen lässt, es aber dabei unaufhörlich begleitet (selbst über gefährliche Wege und Schluchten hinab). Beim Fallen fängt er es immer wieder auf.
- Es werde Licht! Und es ward Licht - Ordnung, Harmonie, Leben, Wachstum, Reifen
- eine Welle, die mich umspült, die mich trägt, in die ich eintauchen kann
- ein sicheres Schiff, welches mich über den Ozean trägt in guten wie in stürmischen Tagen.
- ein Baum: Lebenssaft, Frühling, Erneuerung des Lebens hin zum Glauben
- eine Hand: die mich hält, trägt, schützt, liebevoll umgibt, sich mir immer wieder entgegenstreckt
- Wasser, es macht Leben möglich
- eine Glucke, die ihre Küken führt und schützt, aber er ist mehr!

Gott, du bist für mich wie ...
- ein klares Gebirgswasser
- ein väterliches Wesen, der all das hat, was mir fehlt und dem auch bei aller Strenge der Schalk in den Augen sitzt
- das Kletterseil beim Besteigen des Gipfels
- die Sonne, die durch die Wolken und den Nebel bricht
- ein kleiner zutraulicher Waldvogel, der unbekümmert und froh vor mir zwitschert oder mich mit großen erstaunten Augen anschaut
- Ein- und Ausatmen
- ein Boot mitten auf dem Meer. (Die Wellen sind bedrohlich, aber das Boot erweckt dennoch den Eindruck großer Sicherheit)
- eine Glocke aus Erz unter der ich mich befinde. Sie ist durchsichtig und geht mit mir überall hin. Sie macht sich dann und wann mächtig für mich bemerkbar.
- ein verborgenes Licht (hinter den Personen und Dingen meines Lebens, durch die du scheinst)
- ein großer Baum, an dem ich ein kleines Blättchen bin
- die Sonne, die alles überstrahlt, von der ich mich mitnehmen lasse und dann doch nicht uneingeschränkt - mir kommen Zweifel
- der Lichtstrahl, der in einen dunklen Raum fällt
- ein Gebirgssee, tief und unergründlich. Ich kann mich in dir spiegeln.
- ein großer, grauer, unendlicher, gewölbter Raum, gespannt wie eine Kuppel, der weit, weit über mir ist, weit entfernt von mir, und ich spüre eine ganz, ganz große, sehr schmerzende Sehnsucht, diesem Raum näher zu kommen, und ich muss an mich halten, nicht zu heulen, weil ich merke, dass ich diesen Raum nicht erreichen kann.
- Hände, die mich halten und bergen - in denen ich liege und mich berge
- ein Licht, das voll Wärme und Liebe in mir große Freude erzeugt
- der, der sich, wenn ich mich zu ihm ausstrecke, ihn zu ergreifen suche, mir zuneigt

Gott, du bist für mich wie ...
(DDR 1983)
- eine Hand, eine Hand kann sicher führen, erfordert aber mein Zugreifen, also meine Aktivität, eine Hand kann in eine Richtung weisen, kann durch Auflegen heilen oder entspannend wirken, eine Hand kann ein Instrument zum Klingen bringen.
- ein Verkehrspolizist, der im größten Durcheinander auf den Straßen alles ruhig regelt. Herr, gib, dass wir es erkennen, mit Deiner Ruhe durch die Straßen zu gehen.
- die Stille des Kirchenraumes, die mich mit Frieden umfängt.
- die Luft, sie umgibt mich, ich atme und bewege mich in ihr; sie versorgt jede einzelne Zelle meines Körpers mit Sauerstoff, ohne den ich nicht leben kann; sie ist der Träger der Stimmen (Vögel, Menschen, Lieder); sie bringt stumme Instrumente zum klingen; frische Luft belebt, erneuert; trägt den Duft der Blumen; ist immer da, ob ich mir dessen bewusst bin oder nicht.
- die Musik - denn die Töne schweben im Raum und umhüllen uns ganz. Sie dringen bis in mein Innerstes, sind aber oft weithin hörbar. Beim Hören von Musik sehe ich Farben, die in allen Tönen leuchten.
- ein Kraftstromträger einer Überlandleitung. Du sorgst dafür, dass Licht da ist, wenn die Dunkelheit kommt. Schenk mir immer dein Licht.
- ein kühles Wasser, das mich erfrischt, reinigt, belebt ...
- im Rauschen der Blätter. Und es kann sein, du verstehst uns wie ein Pferd, das mir den Arm beschnuppert.
- ein großer starker Baum, unter dessen Blätterkrone ich Schutz und Geborgenheit finde. Ich versuche, Dich zu umfassen, aber meine Arme reichen dazu nicht aus, aber meine Wange berührt Dich und mich durchströmt ein Gefühl der Nähe und Liebe.
- der Wind, mit deiner Kraft gibst Du vielfältigen Segen, dein Ausbleiben ist unerträglich, deine Stärke ist beunruhigend und gewaltig, deine Sanftheit ist lieblich und angenehm.
- die Sonne, sie ist für alle auf der Erde da, für Gläubige, Ungläubige, kranke, gesunde, arme und reiche, für gute und auch für schlechte Menschen.
- das Knochengerüst in meinem Körper - ohne dieses hätte ich keinen Halt und fiele in mich zusammen.
- ein Gebirgsbach, der ständig munter aus den Steinen hervorquillt
- ein breiter Strom, der ruhig dahinfließt
- das Meer mit seiner Unendlichkeit. Gott bringt mich in Bewegung und fängt mich zugleich in seiner Ruhe auf.
- die Tür, durch die ich gehe, um aus der Enge meiner kleinen Welt in die Weite seiner Welt zu gelangen. 'Es gibt Bekanntes und Unbekanntes und dazwischen gibt es Türen.' (Anonymer engl. Dichter)
- die Luft, ich kann sie nicht sehen, aber sie ist da - keiner zweifelt daran. Ich kann ohne sie nicht leben. Sie umgibt mich und ist zugleich in mir. Heiliger Geist, Odem des Schöpfers, atme in mir!
- eine Tür, die offen steht. Danke, dass Du uns so oft eingelassen hast.
- die Sonne

Gott, du bist für mich wie ...
(Österreich 1993)
- eine tief im Innern meines Seins ständig sprudelnde Quelle, die zu einem See wird, die in mir immer höher steigt und mich ausfüllt...
- eine Seifenblase, schön, durchsichtig, gegenwärtig und doch nicht greifbar - sie zerplatzt, wenn ich sie ergreifen möchte...
- die Kraft zwischen zwei Polen, eine magnetische Kraft zwischen zwei einander unbekannten Polen; der eine ist in mir, der andere bist Du...
- eine Rose,
- vielfältig wie die vielen Blütenblätter,
- mit einem schönen Gesetz,
- geheimnisvoll,
-ausstrahlend,
- schön...
- die Sonne,
- sie gibt Licht und Wärme,
- sie ist viel größer, als ich es mir vorstellen kann...
- die Sonne,
- die mich ungemein wärmt und mich wohlig umhüllt...
- die Sonne, manchmal von Wolken oder Nebel verhüllt, aber immer existent...
- ein wärmender, lichter Strahl vom Himmel (Liebe, Geborgenheit, Sicherheit, Wärme, Reinheit der Gedanken)...
- die Luft, die mich umgibt und die ich einatme...
- die Luft, die ich zum Atmen brauche...
- ein Bach,
- dessen Wasser fließt und die umliegende Erde fruchtbar macht,
- das die Tiere tränkt, wenn sie durstig sind,
- das immer im Fluss ist, in Bewegung, nicht zu halten...
- ein leises Orchester,
- aus dem ich beim Hinhorchen die Melodie meines Lebens heraushören kann - wie ein Soloinstrument...
- Du bist für mich
- manchmal wie die Ferne, manchmal wie die Nähe...
- ein Licht, das alles durchdringt...
- eine Wärme, die alles erwärmt (innen und außen)...
- das Wasser in einer Oase der Wüste...
- das Leben, das mich leben und lieben lasst...
 

Gottes Wirken in der Welt:

Gottes Wirken in der Welt ist für mich wie ...
- elektrischer Strom. Man kann ihn über die Steckdose anzapfen und gebrauchen, man kann es aber auch sein lassen.
- Licht in der Nacht.
- die Ätherwellen, die ich nur durch den Empfänger höre, der auf diesen Sender eingestellt ist.
- eine Quelle, die in Gefäße fließt, von denen viele mit anderen Dingen voll sind.
- das Meer, von dem ich immer nur ein kleines Stück sehe, das ich nie ganz erfassen und begreifen kann.
 

Jesus-Christus-Metaphern:

Jesus Christus ist für mich wie ...
- eine Brücke von meinem Ich zum Wir mit den Brüdern und zum Du Gottes. Ich muss nur über die Brücke gehen.
- das Licht: Die Sonne ist nicht das Licht, Licht ist besser als die Sonne, es (Er) macht alles Traurige, Schmutzige hell. Licht geht von Gott aus, der 'das Licht' ist.
- mein engster Freund, dem ich alles anvertrauen darf und aus dessen Fülle ich nehmen darf.
- mein Freund, mit dem ich über alles reden kann und der mich ganz versteht.
- ein Geburtshelfer, der herausholt, abschneidet und schreien hilft.
- ein Geliebter, der seine Geliebte ganz zu sich ziehen will. Wie in den Armen eines Geliebten, willst er mir in seiner Nähe vollkommenes Glück und Geborgenheit schenken.
- die Sonne, die Licht und Leben und Wärme spendet. Er scheint in unsere dunkelsten Ecken und will sie hell machen. Wir verkriechen uns manchmal vor seiner Kraft und suchen den Schatten. Wir können ohne Sonne nicht existieren, wie auch ohne Jesus kein wahres Leben ist. Danke für die Sonne, danke, dass wir Jesus haben.
- ein hoher Klettergipfel. Auf dem Weg zum Gipfel sind viele Ringe versteckt, woran ich mich mit meinem Seil sichern kann, um nicht abzustürzen. Herr, hilf mir, diese Ringe zu finden, damit ich den Gipfel erreiche.
- die Sonne:
sie wärmt - lässt mich wachsen - reif werden
sie löst aus der Finsternis - Isolation - befreit mich
sie läutert mich - bringt die 'schwarzen Flecken ans Licht'
sie gibt Kraft, Energie - Wärme, Liebe an andere abzugeben
sie bringt mit ihrem Licht Freude
- ein „geistlicher Spitzensportler“, der seit Beginn des Trainings zielstrebig arbeitet, in Wettkämpfen zeigt, was in ihm steckt.
- Jesus ist - unter vielem anderen! - für mich auch  wie der Fernblick von einem sehr hohen Berg. Da oben empfängt mich das Gefühl ganz großer Freiheit und Weite. Weil der Horizont so weit geworden ist, habe ich das Gefühl einer ungeheuren Erweiterung meines Lebenskreises. Durch ihn bekomme ich zu allen ein Verhältnis: zum Nahen wie zum ganz Fernen. Was sich von weiter unten (aus meiner eigenen Perspektive) ineinander schiebt und hintereinander verschwimmt und verschwindet, das liegt nun, wo er es mich mit seinen Augen schauen lässt, in so herrlicher Klarheit und Ordnung und Einfachheit vor meinen Augen. Wenn ich doch auch mein eigenes Leben, mich selbst so sehen könnte mit seinen Augen! Wie oft muss ich wieder herabsteigen von diesem hohen Berg. Der Herr gebe mir, dass ich mir im Herabsteigen Jesu großen, klaren, ordnenden Fernblick bewahre; dass ich den 'Überblick' nie mehr verliere!

Jesus ist für mich wie ...
(Schüler DDR)
- ein Hirte zu seinen Schafen
- eine Hilfe, die einem Ertrinkenden zu Teil wird, wenn er sich an einem Stab oder etwas anderem festhalten kann.
- ein Magnet, welcher uns anzieht
- ein großes, festes Haus. Von Stürmen, Regen und Kälte getrieben, finden die Menschen in diesem Haus Sicherheit und Geborgenheit vor jedem Unwetter
- ein Bücherschrank, aus dessen Büchern ich lerne und immer wieder neue Hoffnung schöpfe.
- ein Buch. Denn ein Buch kann in vielen Dingen Ratgeber oder Helfer aus einem Problem sein.
- das gute Ende eines Buches
- ein Bächlein, dass in Gott entspringt und sich sein Fließbett auf der Erde gesucht hat. Um so weiter das Bächlein fließt, desto größer wird es. Damit wird die Anzahl der Christen mehr.
- ein Stein in der Brandung. Du stellst Dich deinen Feinden entgegen, und wirst Du auch getötet (beim Stein abgetragen), so entstehen viele Sandkörner (das sind wir)
- ein Arzt, der anderen hilft und vorbeugt, dass sie nicht fallen
- Medizin, denn du hilfst
- ein Verkehrspolizist: Er hilft, dass alle auf ihren Bahnen bleiben, auch wenn es einige gibt, die diesen Geboten nicht folgen.
- der Trost und die leitende Stütze. Wenn mir etwas nicht gefällt, sage ich mir: "Du, Herr, willst es so und so ist es richtig."
- das Salz in ungesalzenen Speisen
- Salz. Salz ist lebensnotwendig, wie Du für mich
- ein Hirte, der die Schafe weidet. Denn du rufst uns alle zu dir und willst nicht, dass einer von uns verloren geht.

Jesus ist für mich wie ...
(Jugendliche DDR 1977)
- eine Telefonzelle. Jeder Mensch kann ihn zu jederzeit anrufen. Jesus wird immer abnehmen und ihm helfen. Er verbindet miteinander und gibt Auskunft.
- eine Quelle, aus der man sich stärken kann, aus der man Mut und Hoffnung gewinnt.
- ein Vater, der mich lehrt, der mir hilft bei Sorgen.
- ein Fenster in der dicken Wand der Sünde zu Gott. Gott will durch seinen Sohn die Menschen zu sich führen.
- eine Kerze, die Licht ausstrahlt. Die Kerze wird angezündet, Der Raum wird dadurch hell. Sie strahlt aber auch Wärme aus. Das kann man in Verbindung mit seinem Leben setzen. Das Licht wird angezündet, es brennt so lang, bis die Kerze runtergebrannt ist. Den Mensch kann auch Licht und Wärme anstrahlen.
- ein Weichensteller bei der Eisenbahn, der mich auf die richtigen Wege leitet.

Christus ist für mich wie ..
(DDR 1988).
- der kostbarste Edelstein
- ein starkes Seil, an dem ich mich festhalte
- ein Seil, das ich jederzeit ergreifen kann und gar nicht loslassen möchte.
- ein Abschleppseil, dass zwischen dem mich ziehenden Gott und dem bewegungsunfähigen Ich gespannt ist (und mich zieht).
- eine feste Brücke über einem Abgrund.
- ein Fährmann, der mich zu Gott übersetzt, leitet.
- ein Lotse, der mein Boot sicher in den Hafen führt. (Ich sah schon oft mein Boot am Riff zerbrechen, oder auf einer Sandbank, da führte mich dieser Lotse sicher über den Hafen)
- ein Freund, der mich meine eigene Wirklichkeit erkennen lässt.
- ein Freund, der den Arm um mich legt, mit dem ich sprechen kann, der mich begleitet und führt.
- ein großer Bruder, der mich kennt und liebt, sich um mich sorgt, mir Gott, seinen - unseren Vater  ganz nahe bringt.
- ein herrlich warmer Sommertag, in den ich eintauche, der mich bergend umgibt.
- die aufgehende Sonne
- die wärmende Sonne
- eine Heilquelle, eine sprudelnde Quelle.
- die vier Jahreszeiten. Er ist immer und überall dabei.
- eine große alte Weide, bietet Schutz unter dem großen Blätterdach, bringt immer neues Leben, ist den Stürmen ausgesetzt.
- das tägliche Brot, also Leben.
- das Blut, das meinen Körper durchdringt
- ein schönes Zimmer, in welches ich alleine eintreten darf.
- ein Meer - es trägt mich, ich kann hinein - und untertauchen - erfrischt mich, bedeutet überreiche Fülle.
- ein Kompass
- ein Same, der neues Leben bringt

(DDR 1990)
 - der Maßstab, an dem ich alles messen kann und will, was ich tue und lasse.
- ein Sonnenaufgang, der mir Kraftquelle ist, wenn es dunkel ist.
- eine Tordurchfahrt mit hohem Turm darüber: schützend, mächtig, weiter Horizont, Weg, Bewegung.
- ein Freund der Armen. Ich sehe, wie du dich einer weinenden Sünderin zuwendest. Ich sehe dich in Mutter Theresa und ihren Schwestern, die sich neben einen Sterbenden an der Straße bücken.
- die Augen eines unerreichbaren Freundes
- die aufgehende Sonne, mit ihrer Macht und Schönheit macht sie alles hell
- ein strahlender Sonnenaufgang, plötzlich stehe ich da umflutet von deinem Licht
- der immer wieder liebend um mich Werbende, nie mich aufgebende - Freund.
- die Zeltstangen eines Zeltes, ohne die das Zelt formlos in sich zusammenfiele.
- ein gestrenger Herr
- ein guter Hirte, der seine Schafe auf der Au weiden lässt und das lieb gewordene auf dem Arm trägt.
- der kostbarste Edelstein
- mein Mann, der mich ewig geliebt hat und liebt
- wie Wasser für eine Pflanze (Festigkeit und Halt; Wachstum)
- ein selbstloser Freund, der immer bereit ist, ein Stück Lebensweg mitzugehen, der mich auch aufrichtet, wenn ich Hilfe brauche.
- eine gemütliche, mit Herd geheizte Küche, in der ich mich hinsetzen kann, ausruhen, essen kann, mir dir am Tisch sitzen und sprechen kann.
- ein Seil, an dem ich mich halten kann, so wie ich mich im Hochgebirge an einem Seil halten kann, um nicht in den Abgrund zu stürzen.
- die Sonne, das Licht, meine Hoffnung und Zuflucht
- ein Strohhalm, an den ich mich klammere
- der letzte Anker, dass mein Schiff im Meer der Ängste nicht untergeht!
- der letzte und der einzige, der mir hilft.
- ein Krückstock zum Stützen

Christus, Du bist für mich wie ...
- der Maßstab, an dem ich alles messen kann und will, was ich tue und lasse.
- ein Sonnenaufgang, der mir Kraftquelle ist, wenn es dunkel ist.
- eine Tordurchfahrt mit hohem Turm darüber: schützend, mächtig, weiter Horizont, Weg, Bewegung.
- ein Freund der Armen. Ich sehe, wie du dich einer weinenden Sünderin zuwendest. Ich sehe dich in Mutter Theresa und ihren Schwestern, die sich neben einen Sterbenden an der Straße bücken.
- die Augen eines unerreichbaren Freundes
- die aufgehende Sonne, mit ihrer Macht und Schönheit macht sie alles hell
- ein strahlender Sonnenaufgang, plötzlich stehe ich da umflutet von deinem Licht
- der immer wieder liebend um mich Werbende, nie mich Aufgebende - Freund.
- die Zeltstangen eines Zeltes, ohne die das Zelt formlos in sich zusammenfiele.
- ein gestrenger Herr
- ein guter Hirte, der seine Schafe auf der Au weiden lässt und das lieb gewordene auf dem Arm trägt.
- der kostbarste Edelstein
- mein Mann, der mich ewig geliebt hat und liebt
- wie Wasser für eine Pflanze (Festigkeit und Halt; Wachstum)
- ein selbstloser Freund, der immer bereit ist, ein Stück Lebensweg mitzugehen, der mich auch aufrichtet, wenn ich Hilfe brauche.
- eine gemütliche, mit Herd geheizte Küche, in der ich mich hinsetzen kann, ausruhen, essen kann, mir dir am Tisch sitzen und sprechen kann.
- ein Seil, an dem ich mich halten kann, so wie ich mich im Hochgebirge an einem Seil halten kann, um nicht in den Abgrund zu stürzen.
- die Sonne, das Licht, meine Hoffnung und Zuflucht
- ein Strohhalm, an den ich mich klammere
- der letzte Anker, dass mein Schiff im Meer der Ängste nicht untergeht!
- der letzte und der einzige, der mir hilft.
- ein Krückstock zum Stützen

Christus, du bist für mich wie...
(Schüler DDR)
- der Schlüssel zum Glauben
- ein Boot, auf dem ich zu Gott fahren kann, an dem ich mich bei Sturm klammere, das mich über dem Bösen hält und das ich brauche
- eine Decke, ein kleines Zuhause, wo ich auch bin. Ich kann mich wärmen, verstecken, schützen
- ein Leben voll Sonnenschein, Glück und Leben
- die Liebe, die du allen schenken willst
- die Sonne
- ein Vater, weil du mich behütest und glücklich leben lässt
- etwas Unersetzbares, wie z.B. Vater und Mutter
- eine Mutter mit ihren Kindern. Sie ist da für sie, sie liebt die Kinder und macht alles, damit es ihnen gut geht
- meine Eltern
- ein Meister , Beschützer, Befreier aus Angst und Helfer in allen meinen Dingen
- ein größerer Bruder. Ich kann dich fragen, wenn ich nicht weiß, welche Wege ich nehmen soll
- ein guter Freund, ein guter Kamerad. Weil du mir hilfst, in schwierigen Situationen beistehst, mir mit Rat und Tat zur Seite stehst.
- ein Freund, weil du immer bei mir bist
- das Brot, das ich zum Leben brauche
- so wichtig wie das Brot der Erde. Ohne ihn würde ich sterben
- ein Getreidefeld. Ohne Brot kann der Mensch nicht leben.
- kaltes Wasser an heißen Tagen
- Wasser und Brot
- Wasser, ohne das Wasser kann niemand leben
- die Sonne, der Mond und die Sterne, die Tag und Nacht am Himmel leuchten, den Menscheln Freude, Licht und Wärme spenden
- die Sonne, unter der alles wächst und gedeiht
- das Licht der Sonne
- ein Feuer - Licht im Funken spendend und Wärme
- eine Kerze. Du strahlst Licht in die Dunkelheit. Du gibst Menschen, bei denen es dunkel aussieht, im Herzen wieder neues Licht oder Mut
- ein Licht am Tunnel - Ende, aber oben im Tunnel bist du auch und zeigst mir meinen Weg
- ein Wegweiser in einer düsteren, nebligen Moorlandschaft, in der ich mich verirrt habe. Du hilfst mir dort wieder heraus und zeigst mir den richtigen Weg
- ein Wegweiser an einer Kreuzung mir vielen tausend Wegen
- ein Wegweiser, weil du uns das Wort Gottes, die Richtlinie unseres Lebens, verkündet hast
- ein Wegweiser. Jesus ging den Menschen voran und zeigte uns den richtigen Weg
- ein Weg, den ich immer wieder finde und gehe, da es für mich immer der richtige Weg ist
- eine Brille, durch die ich alles neu sehen kann, die Brille filtert - ich sehe nur Gutes, Schönes
 

Kind:

Ein Kind ist für mich wie...
- ein Springbrunnen (und eine laufende Waschmaschine)..
- eine Knospe (voller Erwartung, Bedürfnis nach Sonne, Licht, Wasser), voller Geheimnis (wie wird die Blüte und erst die Frucht aussehen? - wann erblüht die Knospe? - wer pflegt sie, schützt sie?) Glashäuser für die Blumenknospen stören den natürlichen Weg.
- eine Blume, eine Rose, eine Christrose, die sich zur Winterszeit öffnet. - das große Vertrauen, zum Vater zu gehen
- die Offenheit in Einfachheit.
- eine zerbrechliche Kostbarkeit, die ich vor rauem Zugriff schützen muss. - eine frische Quelle mit lebendigem Lebenswasser.
- lebendiges, plätscherndes Wasser, dem man gerne zuschaut und zuhört;
- ein neuer Weg, der ausgetretene Pfade verlässt und neues Land eröffnet.
- eine Flamme, die gehütet und genährt werden muss...
- ein Samenkorn einer unbekannten, geheimnisvollen Pflanze...
- ein Schwamm, der die Feuchtigkeit der Umgebung in sich aufsaugt.
- ein großes Buch mit vielen blütenweißen Seiten, die auf Beschriftung warten. - eine Knospe an einem Baum, die sich bei Wärme öffnet und zu einer Blüte entwickelt und schließlich zu einer Frucht. - ein junger Setzling, eingepflanzt in die Erde, an dem ich das Wunder der Schöpfung bestaune.; angewiesen auf Pflegen und Hegen des Gärtners, die Wetterbedingungen, Sonne und Regen, Kälte und Wind. Diese liegen nicht in seiner Macht. Alles, was werden und sich entwickeln und wachsen kann, ist hineingelegt. Der Gärtner kann gießen, beschneiden, aber Gott lässt wachsen.
- kostbares, verletzliches Leben, wie Hoffnung.
- eine Pflanze in meinem kleinen Steingarten:
- sie entwickelt sich nach ihren Rhythmen,
- ich muss sie in guter Erde (ihrer Erde!) gedeihen lassen,
- ich muss sie Sonne, Regen und Wind genießen lassen,
- ich darf sie aber nicht verdursten lassen,
- sie braucht mich und beglückt mich mit einem Blümchen. - ein Segen aus einer anderen Welt. - ein Stein, der an seinem (Lebens)platz leuchtet und etwas von der Ewigkeit ausstrahlt.
. eine Schneeflocke, welche in ihrer Reinheit, Zartheit und Einmaligkeit ihren Platz in der Welt findet und ein Teil der Ganzheit wird.
- ein lebendiger Spiegel, klar und transparent, offen und unverdorben - doch eben auch sehr verletzbar und aufnahmefähig für Fingerandrücke der Erwachsenen.
 
 

Kreuz:

Das Kreuz ist für mich wie ...
(Briefkursteilnehmer DDR 1986)

- der Wurzelballen für eine Pflanze
- ein lebendes Schwert, das Dunkel und Dämon zerteilt
- eine Nahtstelle zwischen 'Himmel' und 'Erde' (Geist, Liebe, Gott und Gebundenheit, Schuld, Angst)
- Verbindung zwischen zwei Linien, Bewegungen, Richtungen in einem Punkt
- eine Brücke, die Unvereinbares miteinander verbindet; Himmel und Erde, Leben und Tod, Feuer und Wasser, Glück und Leid, Freund und Feind ...
- die unendliche Liebe
- ein Wanderstab, welcher mich begleitet, führt und stützt auf dem Weg, der oft steil und verworren, unwegsam ist.
- ein stützender Wanderstab, über helle Berge und durch dunkle Täler auf meinem Wege zu Gott in der verheißenen Herrlichkeit hin.
- Geburtswehen, sehr schmerzhaft, aber notwendig, weiterbringend
- ein Zufluchtsort: die ausgebreiteten Arme Christi umfangen mich, sein Blick ruht erbarmend auf mir. Es ist mir ein Zeichen seiner unendlichen Liebe, dass er sein Leben für mich gab. Diese Tatsache und Gewissheit dessen erfüllt mich mit Dank gegen ihn.
- eine Treppe, die vom Himmel zur Erde führt. (Das Kreuz als die Stelle der Berührung von Himmel und Erde, von Gott und Mensch, Auf dieser Treppe ist Bewegung)
- eine Zufluchtsstätte, wenn ich durch einen unbekannten Ort fahre und ich sehe z.B. auf der Kirche ein Kreuz, erweckt das in mir ein Gefühl, das etwas mit 'Heimat' zu tun hat.
- starkes Seil, das mich aus einer tiefen, finsteren Schlucht zieht. Ich muss mich nur festhalten. Wenn ich nicht still halte, stoße ich links oder rechts an. Das kann empfindlich weh tun. Vielleicht sehe ich auch auf halbem Weg ein Plateau und lasse los, weil ich das schon für mein Ziel halte.
- elektrischer Strom, heilsam, Leben schaffend - aber manchmal bekomme ich einen Schlag, wenn ich mich ihm unvorsichtig aussetze- ein fruchtbarer Baum - fruchttragend - mitten auf einer Müllhalde: alles wird durch diesen Baum verändert. Ich bin Teil davon und werde Frucht
Kreuz: Das Kreuz ist für mich wie ...
- ausgestreckte Arme, die alles umfassen (und das Oben und Unten miteinander verbinden).
- eine ausgestreckt Hand; bereit zur Versöhnung, zum Trösten, Frieden weiterzugeben.
- Trost und Halt (immer Schwierigkeiten mit Metaphern)
- ein Balken, schwer zur Erde, doch mitten durchbrochen, umgriffen gehoben - lösend, minus wird plus.
  Überwindung. Sieg über Erdenlast und Sog v. unten. Die Vertikale gibt Stand und Abstand -
- im weiteren Betrachten: Ich selbst bin Kreuz, gestaltlich und ganzheitlich. Daseinsebene mit ihren Lasten - Seinskräfte in ihrer Dynamik von Verlangen und Gehaltenwerden. Bild des Seiles: Zieh mich, o Vater..." - etwas, vor dessen Auf-mich-Zukommen ich mich fürchte.
- ein "Vergiss-mein-nicht"- Zeichen, mich in eigener Leidens/Krankheitszeit unter das Kreuz zu stellen, um das Ja - dazu -sagen und Geduld zu lernen; Mein Kreuz ist für mich eine Chance zur Heilung.
- wie ein Mensch - ich - er steht mit weit geöffneten Armen, mit den Füßen auf der Erde, erdverbunden - ich gehöre zu dieser Erde - den Kopf aufrecht haltend, die Augen können die Weite, die Unendlichkeit erfassen, durch die geöffneten Arme entsteht Offenheit, aber auch Verwundbarkeit, Verletzlichkeit.   Ich bilde ein Kreuz: das bedeutet: mich einstellen und aushalten der Spannungen, die zwischen Offensein und Verletzbarkeit, Verbundensein und Unbegrenztheit entstehen - und suche die Mitte.
- ein fester Boden, auf dem ich stehen kann. Oder wie ein Schuttabladeplatz für meine Schuld, aber dabei werde ich ja angesehen von meinem Herrn, so ist das Kreuz zugleich wie die ausgebreiteten Arme Jesu, der sagt: Kommt her zu mir alle...
- Mir fällt es leichter, in eine umschreibende Aussage zu fassen, was Kreuz z.Zt. für mich bedeutet:
Ein Kreuz zu sehen, ist für mich Aufruf zur Erinnerung an Gottes Heilstat und Aufruf, mir Seine Gegenwart . bewusst zu machen. Das Kreuz und das, was damit zusammenhängt, ist für mich die Verleiblichung Gottes, das Konkretwerden Gottes (das "Für mich"). Aber das Kreuz ist nicht nur Aufruf zur Erinnerung an Ihn, nicht nur Verleiblichung, Konkretwerden Gottes: es hat auch Geheimnischarakter für mich. Geheimnis insofern, als ich nicht alles "auf den Punkt" oder in ein Bild bringen kann, was es bedeutet. "Kreuz" ist die Einladung, immer wieder nachzudenken über das, was Gott in Christus an uns tat und tut.
 
 

Leben:

Wahres Leben (vor Gott) ist für mich wie...
(Pfarfrauen Schweiz 1996)

- eine zärtliche und herzliche Umarmung...
- eine Lilie mit verschiedenen Knospen und einer Blüte nach der anderen, die aufgeht...
- ein sprudelnder Wasserfall, in dem ich stehe, manchmal kalt, manchmal wärmer, der vielleicht abschleift, was nicht gottähnlich ist.. (Das Bild lässt viel Kreatives und Eigenes aus - )...
- (wahres, gelingendes Leben ist für mich wie) ein Händedruck...
- ein im Spiel vertieftes Kind...
- eine Quelle, die sich auffüllen lässt und weiter gibt...
- ein verhärteter Fels, der plötzlich aufgeht, offen wird, auseinander bricht...
- ein Gewebe, durchkreuzt von meinem Willen und durchflochten von Gottes Liebe...
- ein Granatapfel (mit einer harten Schale, sauersüßen Kernen - königlich)...
- ein Tropfen im Fluss, er findet den Weg ins unendliche Meer...
- ein Orchester:
- Viele verschiedene Instrumente,
- hohe und tiefe Töne,
- schöne Klänge, aber auch Misstöne,
- schnelle und langsame Sätze,
- wohltuende und auch aufregende, erregende Partien...
- in einem Orchester mein Instrument und meine Melodie zu spielen...
- ein Regenbogen,
- Himmel und Erde sind verbunden,
- alle Farben sind enthalten...
- ein Vogel, der pfeift, fliegt, hüpft, sich im Sand badet, sich von der Sonne erwärmen lässt und dabei einfach ist...
- ein Unkraut - auch aus kleinsten Resten wächst es üppig nach...
- ein Emmentaler Käse,
- er hat Konsistenz,
- hat Freiräume,
- hat Entwicklung und Prozesse durchgemacht und ist noch nicht fertig...
- das ABC, mit dem ich vieles umschreiben und beschreiben kann...
- eine Strasse durch den Urwald...
- ein Fluss, voller Lebendigkeit, Kraft, Gewalt - aber auch Gemächlichkeit, Ruhe, friedvolles Rauschen, Sprudeln - ein Fluss mit viel Ballast, der manchmal hängen bleibt und plötzlich wieder mitgeschwemmt wird...
- eine erblühende Rose, mit Duft, Stacheln, - ein Geschenk ...
(die Ros´ ist ohn´ Warum, sie blühet, weil sie blühet, fragt nicht, ob man sie siehet..)
- der Morgentau im Gras, der in der Sonne funkelt und meine nackten Füße beim Durchgehen benetzt...
- Vögel im Frühsommer...
- ein Volkstanz...
- ein Tanzen in der Sonne mit
- Wärme, Licht, Fröhlichkeit, Gemeinsamkeit und
- Ausruhen im Schatten der Bäume unter Vogelgezwitscher
- eine sprudelnde Quelle...
- eine Hochtour im Gebirge...
- eine Seerose, sie blüht auf, wird vom Wasser getragen, umgeben - und ist auch am Boden verhaftet...
- der Wasserspiegel auf unserem Gartenteich:
- mal ruhig, mal bewegt,
- mal trübe, dann wieder klar...
- ein Apfelbaum...
- eine Zugfahrt mit Tunneln, Kurven, Betriebsstörungen - eine Fahrt mit schöner Aussicht...
- eine Blumenwiese, die Blüten strecken sich der Sonne (Ewigkeit) entgegen...
- mein Garten nach einem erfrischenden Sommerregen; voll Duft, voll neuer Kraft...
- unser Bub, wenn er nach der Schule in die Küche gestürzt kommt mit den Worten: „Hallo, Mami, ich will“ (oder „ich muss“) oder „kann ich gleich das und das tun“ - voll Energie und fast atemlos...
- Kindergeschrei im Schwimmbad...
- ein Fluss - ich vertraue mich ihm an und er trägt mich...
- tief einatmen und ausatmen...
- die rhythmische Brandung des Meeres...
- wenn im Mai Tausende von neuen Blättern aus unserer alten Linde hervor sprießen...
- die Lerche, die im Fliegen ihr Lied trällert...
- ein Weg, der rauf und runter geht, um Kurven, der breit und schmal ist...
- eine Raupe, aus der eine Puppe und ein Schmetterling wird, erdverbunden, dem Licht entgegen...
- ein milder, warmer Sommerregen, der die Natur (und mich!) liebkost...
- das Wasser, es sucht sich seinen Weg und findet ihn...
- ein Baum mit tiefen Wurzeln, dürren Ästen, fruchttragenden Ästen, Wohnung für viele im Wechsel der Jahreszeiten - er erlebt Frost und Hitze, Blühen und Fruchttragen - und endlich Vergehen...
- eine Bergwanderung mit allen Freuden, Anstrengungen und Freiheitsgefühlen...
- eine Musik von hellen bis zu dunklen Tönen um die Mitte der Liebe, die mir Jesus schenkt...
- ein Windhauch...
- eine Melodie...
- ein Birkenspross, der in unserem Garten zu einem Baum heranwächst...
- eine sprudelnde Quelle...
- ein weiter Raum mit viel Luft zum Atmen...
- ein Sonnenaufgang, erwartet, erseht, voller Verheißung...
- eine weiche Flaumfeder und ein harter, polierter, einzigartiger Stein - und alles dazwischen...
- ein Konzert, das beim Einüben aber auch Misstöne hat...
- eine Bergwanderung mit einem liebenden und geliebten Begleiter...
- das einbrechende Licht in einen Wald...
Leben: Mein Leben im Umgang mit Gott ist wie...
- eine Schale, mal leer, mal schmutzig, aber Gott entgegengehalten, dass er sie fülle mit seiner Gnade und Liebe.
- eine drahtlose Funkverbindung zu Gott, mit wechselseitigem Senden und Empfangen, meist wird die Verbindung von meiner Seite unterbrochen, es gibt aber auch Zeiten, da Gott schweigt.
- eine Wanderung zu einem hell erleuchteten Gipfel, durch Täler und Schluchten, manche Wegstrecke sonnig und eben, manche dunkel und voller Gefahren. Aber die Sehnsucht nach dem Ziel und das Schauen darauf bleibt.
- ein Weg mit jemandem gemeinsam. Der Weg führt aus der Weite und Ebene in die Enge und Höhe. Ich muss vieles zurücklassen, werde aber dabei freier und mein Blick umfasst dabei mehr.
- ein zuverlässiges, geduldiges Gefährt-Werden im Nebel, ohne Zwang und Gängelei; ich habe viel Freiheit im tastenden Wählen, werde aber von Abgründen zurückgehalten - eine Wanderung, die im Kreise führt, immer zurück zu einer Quelle. Ich sehne mich bei dem Laufen nach dem Ruhen an der Quelle. Ich will daraus trinken, denn ich bin oft so müde. Es stärkt mich, dass ich weitergehen kann. Es ist das Wasser meines Lebens.
- ein Brunnen, aus dem ich schöpfe. Oft vergesse ich, zu schöpfen. Möge der Brunnen niemals leer für mich werden, damit ich auch anderen davon geben kann.
- ein Brunnen, wo man aber z.Zt. nur mühsam ans Wasser kommt - - ohne welchen man jedoch nicht leben kann.
- ein Weg zur Quelle, aus der der immer wieder geleerte Krug gefüllt werden kann.
- ein steiniger Bach mit großen und kleinen braunen und etwas nässlichen Steinen, mit wenig Wasser, das geflossen kommt (das Wesen Gottes in mir so gering) - aber der Bach steigt in die Höhe, mein Weg führt nach oben zur Quelle, und ab und zu, selten, am Rand ein Blümchen oder mal eine Beerenfrucht. Hoffentlich gelange ich bis zur Quelle, zu Gott.
- ein Fragezeichen...
- ein Weg zur Quelle im Strom. ER geht durch Schluchten und unwegsames Gelände, aber auch durch ebenes Land mit Wiesen und Blumen und die Sonne scheint.
- ein immer neues, frohes, erwartungsvolles Nachhausekommen.
- ein Zugehen auf den Vater, der sich uns zeigt als helles, warmes Licht in der Ferne. Aber der Weg ist mühsam dahin, obwohl ich schon in seinem Licht wandle, stolpere ich und es ist, als ob ich zurückgehalten würde.
- ein Kind, das voll Vertrauen zum Vater kommt in der Gewissheit seiner Liebe; das Aufträge von ihm erhält, die Bereitschaft hat, sie gern auszuführen, Hilfe und Kraft zur Ausführung vom Vater erwartend; das dem Vater dankt für seine Hilfe, das seinen Segen für sein Tun erwartet mit dem Ziel, später ganz bei ihm zu sein.
- ausgebreitete umhüllende Hände, Geborgenheit, Sicherheit und Trost spendend.
- der Leib der Mutter für das noch nicht geborene Kind.
- ein großes Geschenk, das mich innerlich froh macht.
- die Blume "Mittagsgold" in der Sonne. Sie geht nur in den warmen Strahlen der Sonne auf. Ohne Sonne ist sie keine Schönheit. An jedem Tag ohne Sonne bleibt sie zu.
- das Leben in der Sonne, die mich mit ihren wärmenden Strahlen umgibt. Da fällt es mir leicht, Freude und Frohsinn an andere weiterzugeben.
Herr, lass mich bitte auch an trüben Tagen Wärme und Geborgenheit spüren, um anderen Freude bereiten zu können.

Mein geistliches Leben ist wie ...
(1985)
- ein Gang zu einer Quelle frischen Wassers
- ein Bild, an dem ich arbeite, aber nicht recht zufrieden bin
- ein kleiner Bach, der in den Fluss münden möchte
- ein Wanderweg zu dem großen Ziel hin, Jesus immer ähnlicher zu werden.
- es geht bergauf, bergab,
- es gibt Tankstellen für den Geist wie z.B. diese Tage,
- es kommen auch Durststrecken, die ich durchhalten muss, alles in der Hoffnung, das Ziel einmal zu erreichen.
- das Wasser, das einer Quelle entspringt und sich auf den langen Weg zum Meer begibt, von Höhen in Tiefen, durch Ebenen, jedoch immer eingebettet ist
- eine flackernde zitternde Flamme,
- die trotz aller Winde, die sie auszublasen drohen, nicht verlöscht
- eine alte, tote Stadt unter dem Wüstensand
 mit vielen einzigartigen Schätzen, aber Vergangenheit und bis in den letzten Winkel vom Sand überweht
- ein Geländer auf den oft gefährlichen Wegen durchs Leben,
- das nur Sicherheit verleiht und
- an dem ich mich notfalls anklammern kann.
- ein vierfacher Acker
- ein Blumenstock,
- den ich von Zeit zu Zeit gießen muss, sonst geht er ein.
- Erhält er dann frisches Wasser, blüht er wieder auf.
- ein Haus mit vielen Fenstern.
- zu allen schaut Gott herein,
- aber ich habe von allen beim Hinausschauen ein anderes Bild.
- auch durch verschmutzte Fenster sieht Gott mich an, wenn mein Hinausblick getrübt ist.
- ein Sieb, mit dem ich schöpfe,
- emsig suchend,
- immer hoffend, dass etwas bleibt
- ein Weg über Höhen und tiefe Täler,
- aber ich darf das Ziel sehen und ich werde geführt
- eine Berg und Talfahrt,
- mal oben, mal unten,
- mühselig hinauf,
- oft rascher hinunter
- eine schwere Walze,
- die ab und zu einen Anstoß braucht, d.h. ins Rollen kommen muss, um nicht stehen zu bleiben
- eine Gebirgswanderung.
- ein Beginn durch Wiesen und Felder
- mit Rast unter schattigen Bäumen und
- Nahrung durch Quellen und Früchte.
- Aber die felsigen Gipfel locken. Sie versprechen Ausblick, Weite und Nähe Gottes.
- Der Aufstieg ist mühsam und hart, auf und ab,
- auch Verirrungen und Bedrohungen durch Wind und Wetter.
- Aber Erlebnisse, die Mut machen, lassen weiter wandern
- ein Meer,
- stürmische Wellen, die mich oft zu überspülen scheinen.
- ab und an darf ich aber auf den Grund sehen, der sich wie ein Lichtstrahl zeigt, dies ist sehr beglückend
- ein Bach,
- er wird gespeist aus der Quelle und
- er wird gespeist durch andere Bäche.
- Er fließt durch wechselvolles Land.
- eine Wiese
- mit vielen nützlichen Pflanzen (Futter)
- aber auch viel Unkraut und kahlen Stellen,
- eine Fläche, die nur außen (am Rande) begrenzt ist,
- sonst aber keinen 'Weg' zeigt,
- jeder kann nach Belieben darüber laufen, sich ausruhen oder sie abmähen
- ein Feld,
- durchzogen von Ödland, Weg, fruchtbarem Land.
- Es wachsen darauf Wildpflanzen und landwirtschaftliche Kulturpflanzenarten. Sonnenblumen neben Petersilie, Pfefferminzkraut neben Weizen, Raps neben Rosenbüschen, Kartoffeln neben Hirse.
- Ich mühe mich, Ordnung da hinein zu bringen.
Leben, wahres gelingendes Leben ist für mich wie...
- eine Quelle -
- sie empfängt ständig Wasser aus der Erde, der Tiefe und sie gibt es weiter
- wie frisches Quellwasser auf der Haut an einem heißen Tag.
- der Duft einer Blume
- warme Sonnenstrahlen
- frisches Wasser einer Quelle
- eine Wallfahrt, Pilgerfahrt, Prozession
- eine Quelle, wo ich hin möchte, trinken möchte und meinen Mitmenschen weitergeben möchte
- Feuer
- wie durchlässig werden
- wie ein täglich neuer Aufbruch zu einem fernen Ziel
- ein Fluss mit einer kräftigen Strömung und Booten voller Mitmenschen
- eine große Blumenzwiebel
- die ungeahnte Kräfte in sich birgt-
- ein sprühender, sonnenbestrahlter Wasserfall - der auch Blumen und Gräser erfrischt
 

Liebe:

Liebe ist für mich wie ...

- eine Quelle in der Wüste, sie bringt das im Sand verborgene Leben hervor
- das große, weite Meer - ohne Grenzen, faszinierend, manchmal still und glatt, dann wieder stürmisch und bis in die Tiefen mich erschütternd und bewegend. Ich bin diesem weiten Meer ausgeliefert.
- Licht und Schatten. Wahre Liebe gibt es nur bei Gott, als Kind habe ich elterliche Liebe als Zucht und Strenge erfahren. Als Erwachsener bin ich oft nur Sexobjekt und fühle mein wirkliches Ich nicht geliebt.
- ein Feuer, das wärmt, leuchtet und brennt und besonders verbrennt, und etwas herausschmilzt (z.B. Edelmetalle)
- ein Wasserstrom, der von mir ausgeht, breiter und kräftiger, als ich selbst bin, und ab und an wie ein Mantel den ich umgelegt bekomme
- das Wasser. Ich brauche es täglich, es erfrischt mich und trägt mich.
- ein Weg, den ich gehe. Von diesem Weg will ich nichts. Er führt mich.
- eine Quelle, lebendig, beständig, lebensnotwendig, erfrischend, reinigend, absichtslos, immer zugänglich, kraftvoll, zuverlässig
- eine Stahlkonstruktion (im Sinne von Klarheit, Wahrheit und Schönheit)
- eine wunderschöne, zarte Blume in einem Garten, die man jeden Tag pflegen muss, sonst verdorrt sie.
- ein Sonnenstrahl, der mich wärmt. (Ich muss dazu aber in die Sonne treten.)
- eine Träne, die geweint wird,  wenn wir für kurze Zeit auseinandergehen.
- eine Quelle mit sprudelnden klarem Gebirgswasser, das den Wanderer labt. Sie versiegt nie. Man kann an ihren saftigen Auen ruhen.
- die heiße Sommersonne, so wohltuend, warm, kraftspendend, hell.

Liebe ist für mich wie ...
- eine große warme Sonne
- die jeden Tag neu aufgehende Sonne
- in die Sonne gekommen sein
- Sonnenschein, der etwas zum blühen, erblühen bringt
- eine nie versiegende Quelle, die täglich neu mich erquickt, tröstet, aufmuntert, anspornt
- eine Quelle mit klarem Wasser, die erquickt
- eine Quelle, durch die ein Müder wieder neue Kraft bekommt
- eine Oase
- ein Sprung in die Tiefe, der alle Sicherheiten zurücklässt
- der Freund der tragen hilft
- wenn sich ein Strafgefangener trotz großer Schuld seinem Partner gegenüber auf seine Entlassung nach Hause freut
- eine Henne ihre Kinder umsorgt
- ein freundliches Gesicht
- ein schöner Baum, man freut sich, wenn er gedeiht und wächst
- ein aufblühender Strauß Rosen in einer leuchtenden Vase in einem staubigen Zimmer

Liebe ist wie ...
- eine Hand, die festhält und leitet
- eine starke Hand, die mich hält
- ein schützender Mantel, der mich umgibt
- eine warme Decke, die uns umhüllt, uns wärmt und neue Kraft gibt*
- das warme, fruchtbare Erdreich, das eine Blume braucht, um sich zu entfalten
- das Meer - unendlich, das mich umgibt in jeder Lage, bis in jeden Winkel, das mich trägt, an- und aufnimmt
- ein Haus, wo die Sonne darin glüht, wo Fensteröffnungen

Liebe ist wie ...
(Junge Menschen DDR 1981)
- ein Krückstock - der rettende oder erleichternde Halt, unentbehrliche Hilfe auf steinigen, steilen Wegen, humorvoll
- ein fester Boden, der immer trägt
- Wasser, das alles, was mich bedrückt, Sorgen und Fragen von mir abwäscht und mich erleichtert
- wenn man sich geborgen fühlt und frei (frische Luft) atmen kann, trotz allem Unschönen oder Unverständnis um einen herum
- eine Hand, an der ich mich festhalten und die ich auch anderen anbieten kann, die mir auch manchmal über den Kopf streicht
- ein umgegrabener Acker, wo Gott der Sämann ist und es in bestimmter Zeit Frucht bringt
- eine Treppe, die zu einem alten Brunnen führt - und der alte Brunnen ist Gott - Die Treppe ist schön, aber sehr, sehr lang. Nur auf ihr gelangt man zum alten Brunnen, aus dem man Unermessliches für sich und andere schöpfen kann
- ein Sonnenstrahl aus der Ewigkeit. Plötzlich ist helles Licht, wo es vorher ausweglos dunkel war. ist die Dunkelheit am größten, strahlt dieser Sonnenstrahl umso heller.
- ein Herdfeuer, das erhellt, das wärmt, das Geborgenheit schafft, das froh macht, das Zuversicht gibt, das zusammenführt, zusammenrücken lässt
- Wärme der Sonne
- eine Glucke, die ihre Flügel ausbreitet und unter ihnen und ihrem ganzen Gefieder den Küken Wärme und Geborgenheit gibt.
- eine Schwimmhalle. Ich kann ins Wasser springen und bin ganz davon umgeben. Alle Bewegungen sind leichter. Ich kann mich einfach bloß tummeln, aber auch ernsthaft trainieren. Liebe lässt mir diese Freiheit, die ich auch im Wasser habe. Ich fühle mich wohl.
- ein Rosenstock - sie schenkt etwas ganz wunderschönes, sie braucht mich aber auch (zum Düngen, Beschneiden, zum Schutz z.B. vor Blattläusen...), sie kann mir sehr weh tun, sie kann allen Freude schenken
- eine Rose, die mit ihrem Duft und mit ihrem Dasein die Atmosphäre eines Zimmers erfüllt (unaufdringlich, sie erfreut, strahlt Frieden aus)
- ein Schimmelpilz im Käse. Er wächst immer weiter und durchdringt alles. Er kann nicht  'besiegt' werden, wenn er einmal da ist
- ein weiches, warmes Bett, an dessen Seite nie ein Wecker klingelt
- Vitamin C: bei Mangel kommt es zu Skorbut, bei Mangel an Liebe geht der Mensch ein (psychisch und physisch), ein Zuviel an Vitamin C gibt, es tritt keine Krankheitserscheinung auf, so ist es auch mit der Liebe
- Tanzen (Fest) der Seele
- ein Blick aus den guten Augen meiner Mutter
- die Arbeit eines Goldsuchers - er wäscht und siebt den Schmutz und wäscht ihn so lange, bis der Schmutz beseitigt ist und die klaren Goldkörner zurückbleiben
- eine Lebensaufgabe, die ich mir stelle
- Symbol und Erleben zugleich - ihr entspricht kein Bild
- ein Einweckglas, das nie aufgeht
- ein Autobus, man kann damit überallhin fahren

Liebe ist für mich wie...
(1994)
- die Glut,
- die mal hell aufbrennt, dann wieder ganz klein wird
- Sie wärmt, leuchtet, kann Signal, kann Warnung werden
- sie ist einfach da, manchmal ganz klein - unter der Asche
- ein warmer Sonnenschein auf meiner Haut
- ein warmes schönes Haus mit einer geöffneten Tür
- eine lebensnotwendige Arznei, die mir aber sehr dosiert zugeteilt wird
- eine zarte, ehrfürchtige, einfühlsame Umarmung
- eine Quelle, die nie versiegt
- ein Meer, ein Ozean
- auf der Oberfläche unruhig, bewegt, aufregend, tragend
- in der Tiefe bergend, abgrundtief, still, ruhig, Raum für vielerlei Leben bietend
- Ebbe und Flut
- mal im Gleichmaß, mal im Aufruhr
- ergründen kann man die Tiefe nur, wenn man hinabsteigt
- hin und wieder gibt die Ebbe den Reichtum heraus, schwemmt ihn ans Ufer
- ein Dampfer am Horizont
- Menschen in einem Raum, die singen: "Wo zwei oder drei in meinem Namen versammelt sind, da bin ich mitten unter ihnen."
- stille Weite in der goldenen Mitternachtssonne
- ein rote Rose
- sie verströmt ihren Duft, verschenkt sich ohne Gegenleistung
- eine Rose, die sich im Sonnenlicht langsam entfaltet
- eine zärtliche Hand, die über meine Stirn streicht
- ein Wasserfall
- die Zahl 5: vorherbestimmt und doch offen
 

Meditation:

Christliche Meditation ist für mich wie ...
(1989)
- eine Quelle, die mich tränkt
- jemand, der mich ganz umfängt (Schutzmantel)
- eine Blüte, die sich weit geöffnet nach dem Licht reckt
- die Freude, dass der Zug auch einmal ohne mich wegbraust
- eine Wanderung, auf einem Berg - wo ich befreit oben (!) ankomme und mich umschaue
- ein Baum (zwar lebendig, sich entfaltend, aber auch fest und tief verwurzelt)
- ein freundschaftlich lieber Besuch bei IHM
- Begegnung von Braut und Bräutigam
- Sehen und Empfangen - Hören
- das Salz im Wasser
- ein Weg aus dem Lärm in die Stille
- reinigende, leuchtende, bergende, wegweisende Flamme
- das Auge, das sich öffnet, um die Sonne zu sehen
- Christus mit ausgebreiteten Armen zu empfangen und auf ihn zu hören
- ein Raum der Geborgenheit
- ein Eins-Werden mit dem göttlichen Leben, ein Überfließen des Lichtes in mein Dunkel
- ein Stehen am Ufer, am Meer, und die Sonne geht auf
- eine Blume, die sich öffnet, um die Wärme und das Licht der Sonne in sich aufzunehmen
- mein aufgeschlagenes Gebetbuch auf meinem Tisch
- ein Sprung ins Wasser: Wenn ich es wage, trägt und belebt es mich.
- eine Blume, die sich in der Sonne entfaltet
- ein Eintauchen in ein Meer, das selbst bin und auf dessen Grund 'Gott' ist
- ein Eintauchen in Gott. Die weithin leuchtenden Rapsfelder zeugen von seiner verschwenderischen Liebensfülle
- der Tanz der Freundschaft, Blick in Blick
- gehen zu meiner inneren Quelle
 

Nachfolge:

Nachfolge Christi ist für mich wie ...
(Kirchl. Mitarbeiter 1979 DDR)
- ein An - die - Hand - genommen - werden wie man ein Kind an die Hand nimmt. Ich darf frei werden, davon selbst soviel zu wollen.
- wenn ich in unbekannten Bergen den Weg ins Tal nicht weiß und dann Spuren sehe, denen ich folge. Aus der Höhe und Weite in die Tiefe und Enge mit der Erfahrung der Weite.
- das in die Fußstapfen eines vor mir Hergehenden treten auf einem steinigen Weg.
- der Kreuzweg
- auf dem Weg sein. Unterwegs sein mit sehenden Herzen, offen für Unvorhergesehenes und bereit zum Wagnis voll Risiko und Unsicherheit, wie durch Schluchten und Abgründe.
- das Erklimmen eines steilen Berges - Lust und Last bedingen einander. Der Gipfel des Berges ist eingetaucht in den warmen Lichterglanz der untergehenden Sonne.
- das Einfahren in ein Bergwerk
- ein Tanz auf einer weiten grünen Wiese. Viele Menschen tanzen mit leuchtenden Gesichtern, die von innen her strahlen, nach einer herrlichen Musik. Die Musik ist so schön, dass mich Unebenheiten auf der Wiese nicht stören beim Tanz.
- das Besteigen einer steilen Anhöhe, die in eine Weite, in die Freiheit führt.
- das Entlanggehen auf einem schmalen, steinigen, einsamen Felsweg, wobei ich mich bei jedem Schritt an einem für mich ausgeworfenen Seil entlang ziehen kann. Ich sehe die Anderen und die anderen sehen mich, aber im großen Abstand.
- der Abbruch eines unbrauchbaren Gebäudes
- eine Kletterpartie am Seil. Christus ist der Vorsteiger; er weiß den Weg und sichert. Ich bin der 3. oder 4. Nachsteiger.
- das Leben eines Kindes, das aus gutem Elternhaus kommend, in einem Heim unter vielen Asozialen leben muss und dort von Tag zu Tag vor der Aufgabe steht, inmitten der anderen Kinder seinen eigenen Lebensgesetz zu erkennen und ihm zu folgen.
- ein Skilanglauf, an dem ich mich beteiligen darf und mitmachen will, obwohl ich als Laie keine Ahnung habe, was für Schwierigkeiten auf mich warten und ob ich bis zum Ziel durchhalten kann.
- ein verspäteter D-Zug, der bei allen Signalen hält, aber doch dann am Ziel ankommt.
- ein Rucksack. Man trägt eine Last für sich und für andere.
- das Erklimmen eines Berges, wo ich im Moment nicht glaube, noch vorwärts zu kommen, weil der Weg zu steil ist und ich das Seil nicht sehe!
- Autofahrt bei Glatteis
- Wasser für einen Wanderer in der Wüste
- das Bild, den Weg, den er gegangen ist, auch zu gehen. Ich habe mir das Leben wie ein Waldweg vorgestellt, der ganz verschieden verläuft und viele Abzweigungen hat, die man auch gehen kann.
- Klettern in einer Felswand, meist allein, manchmal bei schlechtem Wetter (Nebel). Nur selten klettert jemand ein Stück mit.

Nachfolge Christi ist für mich wie ...
(Junge Menschen DDR 1982)

- weißes, unbeschriebenes oder ganz glattes Papier. Nur mit feinem Stift und schöner Tinte darf darauf geschrieben werden.
- eine Parabolantenne. Sie empfängt unsichtbare Dinge u. U. aus einer anderen Welt und verstärkt sie für die Menschen. Ähnliches müsste mit der Botschaft Gottes geschehen.
- eine Fahrt in einem vollbesetzten Ruderboot auf den Leuchtturm zu. Viele haben das gleiche Ziel und je mehr aktiv werden und mitrudern, umso leichter erreicht man das Ziel.
- als ginge ein Kind, ein kleines, mit seiner Mutter auf einer Straße. Das Kind hat Mühe, die Hand der Mutter zu erfassen. Das Kind schaut überall herum, kommt dabei oft ins Stolpern. Das Kind will oft stehen bleiben, will aber die Mutter nicht verlieren.
- eine Wanderung durch einen dichten Wald mit einem Kompass, manchmal kann ich einen Weg benutzen, oft muss ich mir durch das dichte Unterholz einen Weg bahnen. Aber ich weiß die Richtung und das Ziel.
- ein großes dunkles Rohr, durch das ich hindurch muss, um zu einem hellen, fast blendenden Licht am Ende zu gelangen.
- sich an die Hand nehmen lassen von jemand, dem ich vertraue (wie ein Kind)
- ein schmaler Weg mit vielen Hindernissen. Diesen Weg brauche ich nicht allein zu gehen. Jesus geht mit mir. Er führt mich auch durch die dunklen Wegabschnitte sicher hindurch.
- ein Bergaufstieg (Mühe auf sich nehmen um des Zieles wegen, Steine, Bergführer, Gefahren, Rast, überraschende Ausblicke, Geländer, Unsicherheit, Müdigkeit, frische Quelle, Ziel: der Gipfel)
- ein Wanderer auf einem schmalen Weg mit vielen Hindernissen und Kreuzungen - weit in der Ferne aber ein helles Licht.
- ein Meer, wobei ich bis zum Horizont nur Wasser sehe, jedoch auch schon ein paar Strahlen Licht.
- eine mehrtägige Wanderung im Gebirge (Höhen und Tiefen, Wetter, unbekanntes Gelände, aber Karte und Kompass, Das Ziel ist bekannt.)
- das Folgen in einen unendlichen, vielgestaltigen, fremden Raum mit der Geborgenheit und Gewissheit, ans Ziel geführt zu werden, ohne Zeichen zu sehen, nur im Vertrauen
- ein Kanu-Sportler, der nach vielen Hindernissen und Klippen ans Ziel kommt
- wenn ich ein Schiff bin, dass auf einem zugefrorenen Meer hinter dem Eisbrecher herfährt. Nur so komme ich unbeschädigt zum Ziel.
- eine Fahrt mit dem Boot. Das Meer ist oft vom Sturm aufgewühlt, doch ich fahre der Sonne entgegen.
- der richtige Schlüssel im Schloss, nur in dieser Verbindung lässt sich die Tür öffnen.  (Christus in mir, ich in Christus)
- eine Yoga-Übung, etwas in mir ist bis zum Letzten angespannt, alles andere locker und gelöst - und ich lerne mehr und mehr alle meine Möglichkeiten kennen.
- das Laufen in den Fußstapfen Jesu. (Spuren nachlaufen, die im hohen Schnee sind)
- gemeinsame Spurensuche in unseren Wäldern
- das Verhältnis zu meinen Eltern. Sie sind Vorbild, immer für mich da, aber nicht unnahbar.
- der Weg zum Gipfel eines Berges im Gebirge. Ich sehe oft nur ein Stück des Weges, der Gipfel ist manchmal nicht zu sehen, der Weg ist oft sehr schmal.
- der 2. Offizier auf einem Passagierschiff, das in einer Sturmnacht auf einen Leuchtturm zusteuert.  Natürlich will ich mich selbst retten, bin aber gleichzeitig (zwar nicht hauptverantwortlich, aber doch entscheidend mit) verantwortlich für meine Mitmenschen.)
- die heiße Masse in unserer Erde, die den Bewohnern der Erde Wärme gibt.
- ein reißender Gebirgsbach. Er ist immer in Bewegung, hat eine bestimmte Hauptrichtung und nimmt an vielen Stellen Wasser auf, und kann aber auch überall Wasser abgeben.
- eine Hand, ich kann mich immer wieder daran festhalten.

Nachfolge Christi ist für mich wie ...
(Junge Menschen DDR 1981)

- ein Sack voll Geld! Er ist ungeheuer schwer zu tragen, aber am Ziel meiner Reise habe ich den Nutzen davon.
- das Folgen einer Fährte. Vor uns ist jemand diesen Weg gegangen, wir können an der Spur einiges über ihn erfahren, doch bleibt vieles im Dunkeln und ist nicht eindeutig, wir müssen darauf vertrauen, dass er uns führt.
- mit einem alten Pflug pflügen. Gott hat mir Jesus (Pferd) gegeben, weil ich allein nicht die Kraft habe, den Pflug zu bewegen, doch mit der Hilfe Jesu werde ich es schaffen.
- ein junger kleingeborener Hund, er klein und tapsig ist und von der Mutter geführt werden muss. Wenn er aber größer geworden ist, dann muss der kleine Hund selbstständig werden. Er folgt dann seiner Mutter nach. Er muss dann selbst entscheiden, was er tut, und die Mutter kritisiert oder belobigt ihn.
- ein Weg mit vielen Barrikaden, wo man nicht umkehren darf.
- das Besteigen eines Berges. Man kann oft in die Versuchung kommen, einen bequemeren Weg zu gehen.
- ein Irren durch ein Labyrinth. Auf dem Weg sind viele Hindernisse und links und rechts Verlockungen, die mich dazu verleiten wollen, in Seitengänge einzubiegen. Die Stimme, der ich folge, ist mal ganz nah und dann wieder weit weg.
- das Besteigen eines Berges. Bei beiden gibt es Schwierigkeiten, die mit dem Blick auf den Gipfel überwunden werden müssen. Das Ersteigen bereitet einen Schwierigkeiten, doch auf dem Gipfel wird das alles in Schönheit wiedergegeben.
- das Besteigen eines hohen Berges. Irgendwann kommt man ans Ziel.
- ein Weg mit Hindernissen. Es ist schwer, Christus nachzufolgen, viele kommen vom Glauben ab, da es ihnen zu anstrengend ist, diesen Weg zu gehen. Wenn man Christus nachfolgt, sollte man sich in allen Lebenslagen zu ihm bekennen.
- ein Gang über den Nordpol. Über Gletscher und Eisberge, und mit vielen Menschen, die den Weg genauso einsam gehen wie ich. Viele kehren um, bleiben an Hütten, die vereinzelt stehen, hängen, haben keine Kraft mehr zu gehen in das Land voll Sonne und Wärme, das am Ende der Eiswüste ist.
- ein steiniger, steiler Weg. Man kann ihn nur gehen, wenn man Kraft, Mut und Willen hat, ihn zu bewältigen. Wer locker lässt und nachgibt, kommt ins Rutschen und muss von vorn anfangen. So ist es auch auf den Weg zu Christus.
- das Tragen voller Kohleneimer. Die sind nicht leicht, aber ganz schwer sind sie auch nicht. Das ich den nicht einfachen und leichten Weg gehe bis zum Ende, auch wenn Ungewissheit darüber liegt.
- Arbeit, die schwer ist
- Dinge, für die man nicht immer Lust hat

Nachfolge Jesu ist für mich wie ...
(Schüler DDR)
- ein Weg mit vielen Kreuzungen und Abzweigungen, der schwierig zu gehen ist, aber ein lohnendes Ziel hat
- eine schwierige Straße mit Verkehrszeichen, man befolgt sie und kommt sicher ans Ziel
- ein schwerer Weg, der einen steilen Berg hinaufführt und ein lohnendes Ziel hat
- eine Hindernisbahn, an deren Ende ein großes Licht ist
- das Erklimmen eines Berges, der schwierig, steil oder glitschig ist, aber auch Stellen hat, wo man besser gehen kann (Jeder sollte seinen Weg auf den Gipfel suchen. Jedem ist die Nachfolge Jesu anders bestimmt)
- eine Treppe, die zum Treppensteigen einlädt
- das Besteigen eines Berges von einem Wanderer, der den Gipfel zwar sieht, den Weg dahin aber noch nicht kennt
- ein schmaler und gefährlicher Eingang zu einer Höhle, durch den man sich hindurchzwängen muss
- ein endlos langer Weg mit vielen Abzweigungen, die sich als Sackgasse erweisen
- eine Wanderung, bei der man täglich seine Zelte abbrechen und an neuer Stelle aufbauen muss
- eine Aufgabe, die ich anzunehmen habe
- eine Rebe am Weinstock, ohne den Weinstock kann die Rebe nicht leben
- ein Brunnen, er ist immer für andere da
- eine Tür, die verschlossen ist, um sie zu öffnen, braucht man Kraft, aber auch Hilfe
- ein Kreuz, weil wir selbst viele Sünden mitbringen, die es uns schwer machen
- ein verlorenes Schaf, das der Hirt gefunden hat
- ein Lichtsignal, das auf grünem Licht stehen kann
- ein Strick (Seil) ohne Ende, an dem sich alle Menschen festhalten können
- ein Schiff auf dem Meer, es sieht nur den Horizont, kein Land. Es ist möglich, dass es sich auf dem weiten Meer verirrt
- eine Blume, die erst ganz klein ist und emporwächst durch Kraft der Sonne und eigene Wachstumskraft (Willen)
- eine Taube, die durch die Welt fliegt und Not und Elend, aber auch Glück und Freude erlebt
- ein Ruf, alten und kranken Menschen zu helfen
- eine Rose, sie sieht sehr schön aus und duftet, aber das Schöne ist nur die Blüte. Die Blüte sitzt auf einem Stängel, der viele Stacheln und Dornen hat.
- ein Labyrinth, es hat viele Eingänge, doch nur einer führt zum Ziel. Jeder, der hineingeht, braucht Mut und Vertrauen. Wer keinen hat, gibt auf. Auch der, der auf dem richtigen Weg ist, weiß es erst dann, wenn er am Ziel ist und alle Schwierigkeiten gemeistert hat.
- ein Güterzuganhänger, er folgt der Lokomotive (Jesus) und tut das nicht allein. Unterwegs transportiert er Lasten, die ihm selbst nichts nützen.
- eine Hindernisbahn, an dessen Ende ein großes Licht ist
- das Ergreifen eines Berufes

- das tägliche Brot; es ist lebensnotwendig und man kann als Christ nicht ohne Nachfolge Christi bestehen
- das Aufziehen einer Uhr. Sobald ich vergesse, sie aufzuziehen, bleibt sie stehen, vergesse ich Jesus nachzufolgen, bleibe ich in meinem Leben auch stehen
- eine schwere Handarbeit. Wenn ich beim Stricken z.B. ein schweres Muster habe, dann muss ich oft von vorn anfangen, bis alles stimmt. In der Nachfolge Christi kommt man auch oft vom richtigen Weg ab und man muss noch mal umkehren
- ein Weg mit vielen Stationen, die ich zu erfüllen versuche. In meinem Gebet habe ich um Kraft für diesen Weg gebeten. Dieser Weg war mein Leben und am Ende steht Gott, vor dem ich Rechenschaft ablegen muss, wie ich die Stationen in meinem Leben erfüllt habe.
- das Salz zum Brot. Ich brauche Christus seinen Ruf und sein Vorhergehen, um ihm näher zu kommen
- ein riesiger Bauplan, und ich als Baumeister traue mich nicht, zu beginnen.
- ein Hindernislauf. Bei jeder Hürde muss man sich neu entschließen, für oder gegen die Nachfolge. Wenn ich sündige oder mir der Mut zum Überwinden fehlt, lasse ich manchmal ein Hindernis aus. Gott schenke mir Kraft, alle Hindernisse zu überwinden und dir zu folgen.
- ein Kind, das von seinen Eltern durch einen Park geführt wird, und dem die Eltern zeigen, wo sie früher schöne oder traurige Erlebnisse hatten. das Kind wird von seinen Eltern geleitet - an der Hand gehalten. Es soll sich nicht verirren.
- ein Gummiball. Er kommt immer wieder zur Erde zurück. Er kann von einem Hindernis allein loskommen (z.B. Schrank) oder durch Hilfe anderer.
- ein kleines Teelicht unter vielen anderen großen Kerzen
- das Verhältnis des Jungtiers zum Muttertier. Man kann Jesus auch so nachfolgen. So unwissend und dennoch voll Vertrauen. Denn Gott beschützt.
 

Nachfolge Jesu ist für mich wie ...
(Schüler DDR 1981)
- Ich habe ein Brot gesehen, das ich gerade eingekauft hatte. Es waren da gerade sehr viele Kinder auf der Straße, die keine Eltern hatten und hungerten und froren. Ich konnte nicht an ihnen vorübergehen, denn ich hatte Mitleid mit ihnen. Ich teilte das Brot und freute mich darüber, wie sie so dankbar waren. Und so hat es Jesus auch gemacht.
- Nacht und Tag. Die Nacht folgt auf den Tag und auf die Frage Jesu soll auch die Antwort folgen.
- eine Oase in der Wüste. Da Wasser zum Leben benötigt wird und ohne das Wasser gibt der Mensch in der Wüste auf und ist verloren. Das Wasser kann man mit Gott vergleichen. Gott gibt dem Leben einen Sinn.
- Brot für Hungernde, Wasser in der Wüste, oder (Wärme) Feuer oder Sonne in der Antarktika für die Eskimos.
- eine große Freude, die nur so richtig bei Gott ist
- ein Geschenk
- das Finden eines Brunnens und das Löschen des Durstes nach einer langen Wanderung.
- ein Getreidefeld: Es gibt Nahrung und Nahrung gibt Stärke und Kraft im Glauben und im Leben.
- ein zweites 'Ich', das mich zu allen Zeiten, ob gut oder schlecht, verfolgt und mir den richtigen Weg zeigt.
- ein liebes Haustier von mir. Es zeigt Liebe und keine Abneigung zu mir.
- ein Fels: stark und unbeweglich. Er steht fest und ich kann mich immer an ihn wenden. Und wir müssen genau so fest zu unserem Glauben stehen.
- eine Kerze, wie ein Licht, da durch Jesus Licht auf Erden wurde, er hat die Menschen aus dem Dunkel ins Licht geführt.
- die Sonne, ohne die man nicht leben kann. Sie spendet Licht, Wärme und Leben. Ohne die Sonne würden die Menschen untergehen.
- ein unendlich tiefer, klarer See. Ich bin darin und komme nie auf den Grund. Totale Einsamkeit!
- eine Hand, sie soll mich von einem Menschen zum anderen führen, um ihm zu helfen.
- ein Stück Holz für ein Lagerfeuer, welches angezündet worden ist. Dieses Stück Holz hat die Funktion, die anderen Hölzer mit anzuzünden. Daraus entsteht ein Feuer, das weit leuchtet und Wärme verbreitet. Jesus Liebe kann Feuer anzünden.
- eine Bach'sche Fuge. Es wird ein Hautthema gegeben. Die anderen Stimmen setzen mit diesem Thema etwas später ein. Die Stimmen verschmelzen mit einander. Man erkennt das Thema nicht mehr. Doch nach einiger Zeit wird es wieder klar und deutlich angespielt. Genauso ist es auch in meinem Leben. Der Ruf des Herrn erreicht mich immer wieder, auch wenn sich meine Wege manchmal verirren.
- ein bequemer Sessel. In ihm können sich von der täglichen Arbeit müde Menschen ausruhen, können in ihm Halt suchen und sich geborgen führen.
- ein großer Wandbehang. Er hat Ecken und Kurven. Sie bedeuten für mich viel Abwechslung im Leben. Jesus gibt mir immer etwas, worüber ich nachdenken kann.
- ein Weg in das Licht. Die Strahlen blenden mich, und es ist schwer, den Weg trotzdem weiter zu gehen. Jesus gibt mir dafür immer wieder Mut und Kraft.
- ein Mensch, der in seinem Garten eine Gießkanne schwenkt und versucht, so viele Pflanzen wie möglich zu benetzen. Das Wasser brauchen die Pflanzen zum Leben, für mich ist das Wasser wie das Wort Gottes, ich möchte es so vielen wie möglich weitersagen, es ihnen hinbringen, um ihnen zu helfen und um sie zum Glauben zu führen.
- eine große, weitleuchtende Kerze, Jesus, die in einen dunklen, leeren Raus steht, die Welt. Eine kleine unscheinbare Kerze wird durch die große entzündet und leuchtet mit. Diese kleine Kerze bin ich. Durch viele kleine Kerzen kann dieser dunkle Raum hell werden.
- ein Stift. Wenn man mit dem Stift schreibt, so entsteht ein Satz. Wenn Jesus mit mir schreibt, so kann ich gute Werke, wie sie Jesus vollbracht hat, vollbringen.
- ein rauschender Fluss, der vom Entspringen an immer breiter und im Geräusch lauter wird. 'Er' spricht mit uns in den Worten des Flusses. 'Er' leitet uns und begleitet uns auf dem Weg zu Dir
- ein Schiff. Wenn die Schiffsschraube nicht zum Drehen gebracht wird, wird sich das Schiff auch nicht seinem Ziel nähern. Wenn wir nichts für die Nachfolge Jesu tun, werden auch wir unserem Ziel nicht näher kommen.
- eine immer sprudelnde Quelle in der heißen Wüste, die jeden Wanderer, der in dieser Wüste fast vor Trockenheit verdürstet, erfrischen kann.
- das Besteigen eines unbekannten Berges. Es ist anstrengend, aber sehr schön und man entdeckt vieles, was man vorher nicht erwartet hat.
- ein Schatten, der ständig bei mir ist und mich behütet.

Christus nachfolgen ist für mich wie ...
- nehmen (angenommen, geliebt sein usw.) und weitergeben
- den anderen lieben
- dem anderen die Last tragen
- wie ein Labyrinth mit Glaswänden, wo man anstößt, aber doch wieder einen Weg findet
- wie ein Kieselstein, der im Bach dem Meer zustrebt
- wie auf einer Eisscholle auf dem Meer dahinzutreiben
- als wenn ich in einem kleinen Boot sitzen würde und vertraue, dass ich trotz des großen weiten Meeres ans Ziel komme
- wie eine Ballonfahrt, wo man allen schweren Ballast abwirft (Sorgen, Probleme, Schuld, Vergangenheit) und schwebt, von ihm geführt und getragen, wo er meinen Weg weiß, den ich nicht kenne, aber ich vertraue ihm
- als müsste ich viel von mir aufgeben (materielle Sachen, Gewohnheiten), um offen für ein viel größeres und schöneres Geschenk zu sein
- wenn ich in einem leeren Zimmer stehe, und sich vor mir eine alte Tür öffnet (langsam), und nur Licht hinter ihr zu sehen ist - alles hell
- ein Missionar, der im schönen, aber doch gefährlichen Dschungel ist
- das Anrennen gegen eine große graue Mauer
- das Anstellen nach Karten für die Semperoper
- wie schwere Arbeit, bei der alle Kraft notwendig ist
- eine Kontrolle, wie fest mein Glaube ist - zum Schluss aber (wenn das Ziel erreicht ist) wie Weihnachten oder Feiertag
- eine Brücke, die über den Abgrund trägt
- ein Drahtseil über dem Abgrund, auf dem ich gehe, mit der absurd erscheinenden Gewissheit, dass ich sicher drüben ankomme
- ein sinkendes Schiff verlassen
- ein debiles Kind annehmen
- ein Licht im Dunkel oder großes Vertrauen wagen
- ein Weg, den man nicht immer erkennt und auf dem man manchmal zweifelt
- ein Abenteuer mit Gefahren, von dem ich jedoch (fast sicher) weiß, dass es gut ausgeht
- das Verhältnis zwischen einem blinden und einem sehenden Menschen
- schmelzendes Eis
- ein Lotteriegewinn, man bekommt neue Möglichkeiten, sein Leben zu führen
- ein sicherer Wegweiser
- eine gute Nachricht erhalten
- nach etwas Schönem suchen, wo sich jede Anstrengung lohnt
- ein fliegender (flatternder) Schmetterling
- eine liebende Mutter, die ihr Kleinkind mit Leib und Seele liebt
- ein Weg nach Hause...
- immer Geburtstag haben...

Nachfolge Jesu
(Baptistische Pfarrer und Mitarbeiter)
Nachfolge Jesu ist für mich wie...
- ein Weg, der immer mehr in die Einsamkeit führt (eine frohe Einsamkeit!)...
- die Segel setzen, damit Gottes Geist mich bewegen kann...
- das Eintauchen in das Kaltwasserbecken nach der Sauna...
- den Pflug führen, der gezogen wird...
- ein langer Weg mit Kreuzungen...
-eine Entdeckungsreise (was ich erfahre, entdecke ich manchmal als ein Aha-Erlebnis in Jesu Leben)...
- der Gang durch ein Bachbett, mit vielen Steinen, auf denen ich gehen kann...
- ein Hürdenlauf oder ein Hindernisparcours...
- das aufmerksame Lauschen auf Signale...
- eine Zweier-Seilschaft beim Klettern - Jesus im Vorstieg, mich sichernd...
- ein kleines Kinde, vom Vater an der Hand geführt...
- das Gehen an der Hand eines Starken - wie ein Kind an der Hand seines Vaters, die ihm Halt und Sicherheit gibt...
- ein Wanderweg...
- Wandern mit leichtem Gepäck durch unbekanntes Gebiet mit dem Stab der Hoffnung...
- ein Weg an einem Bach...
- ein Weg über Berge, der durch dunkle Schluchten führt und durch helle Wiesen, auf denen unbeschwert und fröhlich Kinder spielen...
- ein Bauer, der pflügt: Pferd - Pflug - Bauer... Ich gehe in der Furche hinterher und stecke die Saatkartoffeln in die Erde...
- ein knorriger Weg, gerahmt von Büschen und Bäumen; Weg durch einen Wald oder unwegsames Gelände...
- ein weites Land...
- ein Kampf...
- eine Wanderung auf einem unbekannten Gebirgspfad. Es warten viele schöne Überraschungen auf mich, aber auch Beängstigendes (fast unüberwindliche Hürden) ...
- das Empfangen eines Senders, nachts, mit ausgefahrener Antenne...
- die Aufnahme in ein Asyl mit anerkanntem Bleiberecht...
- eine Spur im tiefen Schnee...
- eine Rebe am Weinstock...
 

Neues Jahr:

Das neue Jahr liegt vor mir wie
- ein zugeschneites Feld
- ein weites, unberührtes Schneefeld
- ein Irrgarten, dessen Zentrum und Ausgang ich suche
- ein altertümliches Vorhängeschloss, ich schließe es mit dem passenden Schlüssel auf
- eine Wiese,
- blühend und duftend, aber auch mit Stellen von Dürre und Austrocknung
- eine lebendige Gruppe von Kindergartenkindern, die auf die Kindergärtnerin warten.
- Jedes Kind bringt seine Fragen, sein Nöte mit - aber die Kindergärtnerin muss alles zusammenbringen
- die phantastische Symphonie
- ein unbekannter Weg durch den Wald, mit dunklen Ecken und sonnig beschienenen Lichtungen.
 
 

Ostern:

Ostern ist für mich wie ...
(Katecheten 1977 DDR)

- ein unterirdischer Gang, dunkel, nass, und glitschig, am Ende ist eine helle Öffnung, ein Tor, aber es scheint vergittert zu sein. Ich habe Angst, dass es vergittert ist. Je näher ich komme, um so durchsichtiger sind die Eisen, als ich davor stehe, sind sie weg, dahinter ist es hell, warm trocken und gut zu gehen.
- ein offener Durchgang von einem dunklen kalten muffigen Raum zu einer freien grünen Blumenwiese mit Sonne, Wärme, Insekten und jemand lädt ein: komm hierher
- ein buntes Fester, dass ich lange ansehen muss, um alles zu erkennen.
- ein Sonnenaufgang nach einer langen schweren, dunklen Nacht
- Wärme an einem kalten Wintermorgen
- ein Erwachen nach langem Winterschlaf
- das Sonnenlicht.
- Ich habe erst einen blühenden Garten gesehen und dann das Licht. Das Licht, das die Welt erhellt.
- das Aufblühen der Frühlingsblumen
- ein Abgleiten von Ketten, Schuldigsein, Tod, Zweifel, nicht glauben können, Angst
- ein Elektrizitätswerk
- ein Schlüssel, der alle Türen aufschließt
- eine heilende Salbe für Leib und Seele
- ein sattes Grün. Es strahlt ein Wohlbefinden aus über den ganzen Körper...
- ein Riesenkirchenraum ohne Dach und mit durchbrochenen Wänden (grenzenlose Freiheit; Ich muss Häuschen hineinstellen, um nicht zuviel Angst zu haben)
- ein Aufatmen, alles wird weit, hell, warm, lebendig, wächst, öffnet sich, gibt neue Hoffnung; macht kraftvoll, möglich, eröffnet neue Wege und Einsichten
- ein Licht hinter einer dunklen Wand, Das Licht ist da. Aber die Wand ist sehr dick...
-. Doch noch einen Ausgang !!! Ausweg!!!
- der Sonnenaufgang
- ein neu erwachtes Leben. Wärmende Sonne, singende Vögel, Aufwachen der Natur
-  eine Quelle mit frischen Wasser; fröhliche Menschen; ein Fluss, der breiter wird
-ein Wandern durch die erwachende Natur, Freude am Werden und über allem steht Gott

Ostern ist für mich wie ...
(Kirchl. Mitarbeiter 1977 DDR)
- wie ein Schmetterling, der aus einer verpuppten Larve ausschlüpft und schön und lebendig ist.
- ein Strahlenbündel, das einer Lichtquelle hinter einer Felsenwand entströmt, das meine Dunkelheit, in die ich immer wieder zurückgleite, nicht dunkel bleiben lässt.
- ein Flammenmeer hinter einem offenen Tor. Dann sah ich im Torbogen die aufsteigende, glutrote Ostersonne. Das Flammenmeer war nun in mir, läuterte mich zur aufsteigenden Opferflamme als Dank.
- eine zerrissene schwere Eisenkette; nichts kann mich mehr an das Negative in meinem Leben binden. Der Neuanfang ist täglich möglich
- der senkrechte Strich im Pluszeichen - alles was in meinem Leben negativ zu sein scheint, dieses negative Vorzeichen wird durchgestrichen und es wird zum positiven Wert (je größer das Minus, desto größer das Plus)
- der weiße Zebrastreifen auf der großen Verkehrsstraße, von links und rechts, vorne und rückwärts lauert die Gefahr, hier steht der auferstandene Herr und ruft: "Kommt zu mir, ich lebe und ihr sollt auch leben."
-  ein aus dem Zookäfig in die freie Wildbahn entlassenes Tier
-  ein Blick vom Gipfel eines Berges. Der Aufstieg war auf der Rückseite heiß und schwer. Nun stehe ich oben, alles ist hell und weit und in Licht getaucht und unendlich und voller harmonischer Schönheit
-  eine Bergwanderung mit schwerem Rucksack, der mit abgenommen wurde und auf einem Esel gelegt wurde. Das Mitleid mit dem Esel gab mir den Rucksack in die geöffnete Hand zurück.
-  wie freundlich strahlende, warme, Leben spendende, Leben weckende Sonne nach kalter, regnerischer, stürmischer Zeit, worüber sich alles freut
-  ein durchsichtig blauer Himmel mit der Sonne mittendrin
-  zarte grünende Birkenzweige
- eine Narzissenwiese.
- Licht - Weite - Atmen - können, ohne Lärm, kein Schmutz, keine grauen Mauern
- ein Zweig, dessen Knospen (endlich!) aufbrechen. Sie machen der Farblosigkeit des Winters ein Ende. Der Zweig bin ich, ich darf mich entfalten.
- das sieghafte Hervorbrechen der Sonne, das ich nach einer Nachtwanderung und Nebel auf einem Berg erlebe
- ein heller Morgen nach einer dunklen Nacht voll wirrer Träume. Ich kann einfach da sein in diesem Bild, mich umfangen lassen.
- (Enttäuschung beim Meditieren des Bildes: ich komme mit der Voraussetzung, dass die Sonne aufgeht. Ostern dagegen setzt nichts voraus, sondern ist etwas völlig Neues, das ich mir nicht vorstellen konnte)

Ostern ist für mich wie ...
- das, was mir und anderen das Tor öffnet zu allen von mir erkannten und nicht erkannten Formen des Lebens
- ein persönliches Ziel, das durch Mauern von mir getrennt scheint, das ich aber durch Glauben und das Kreuz erreichen kann. Ostern bestärkt mich im Glauben.
- eine grenzenlose Freude. Ich sah alles frisch blühen und sprießen. Alles Verschüttete dehnte sich nach Licht
- die Sonne, die durch den Nebel bricht
- die Sonne, die mit ihren Strahlen alles erwärmt und erleuchtet, was dunkel und kalt war und tot zu sein schien.
- der Schutz und Schild und die Waffe in allen Anfechtungen, die meinen Glauben bedrohen und zerstören wollen
- ein Überschreiten aller Grenzen
- ein Lichtstrahl, der in einem dunklen Raum einfällt und diesen dann vollständig erhellt.
- das 'Nadelöhr', durch das Ewigkeit in mein Leben kommt und ich zur Ewigkeit durchgehe.
- eine geöffnete Tür, durch die ich aus der Enge in die Weite treten kann.
- ein ferner Glanz, dem ich zustrebe
- eine neu entfachte Flamme, die die dunklen Wege immer erhellen soll
- ein Weg, der ganz in wärmenden Licht liegt, ohne kalte Schattenstrecken
- der Kurswechsel eines Schiffes - auf dem Schiff scheint alles wie bisher weiterzugehen, aber während es vorher auf den Abgrund zusteuerte, hat es jetzt Kurs auf den Hafen.
- wenn nach tagelangem Regen ein Tag mit strahlenden Sonnenschein beginnt.
- Frühlingserwachen. Eintritt in eine neue Welt
- eine Burg zu der man Zuflucht sucht. (Hinter uns der Feind, der Tod)
- ein Tunnel: durch Finsternis zum Licht
- ein Bergkristall
- Karwoche _ Passionsblume
- Ostern _ Rose
- eine sich öffnende Tür, die einlädt zum Weitergehen
- die Nabelschnur zum ewigen Leben
- das Ende eines Tunnels durch die Mitte der Erde; man denkt, es geht tiefer, dabei ist das Licht vor einem
- Exodus: Zug durch das Rote Meer
-  ständig wachsendes Licht,

Ostern ist für mich wie ...
(Junge Menschen DDR 1983)

- die Quelle eines Lichtkegels, auf die ich zusteuere
- ein neuer Morgen mit klarem Himmel
- das Anbrechen eines neuen Tages, der alle Möglichkeiten auftut. Ich kann im Hellen wieder alles sehen. Das Alte ist abgeschlossen und kann vergessen werden
- ein helles, verzehrendes Feuer (in welchem nichts bestehen kann, das aber gleichzeitig einen großen Sieg verheißt und Helligkeit in die Welt bringt)
- eine blühende Frühlingslandschaft
- die Zugbrücke von 'einer festen Burg'
- eine aufsteigende Sonne inmitten dunkelster Nacht
- das Erwachen der Natur an einen Frühlingsmorgen. Die Nacht weicht dem Tag, Vögel singen - das Leben erwacht!
- wie ein Sturm der an meinen Ankerketten (Selbstsicherheit, arrangiertes Leben mit Schwächen und Sünden) reißt und mir das Steuer aus der Hand schlagen will.(Der neue Steuermann verlangt zuviel aufgeben)...
- wie ein Sommertag, an dem die Sonne ihren Zenit erreicht hat und alles in ein unwahrscheinliches Licht getaucht ist.
- eine brennende Osterkerze:
- weiß, klar, hell
- Licht und Wärme ausstrahlend
- etwas, was da ist, aber nicht zu fassen
- Bewegung schaffend, spürbar, aber nicht greifbar
- nicht von alleine so, sondern erst durch ein Streichholz zum Brennen gebracht, so wie  Ostern erst durch die Auferstehung ausgefüllt wird
- Ende und Anfang mit einer großen Hoffnung (Ich habe ein kleines gezeichnetes Schaf gesehen)
- ein völliger Neubeginn:
- neues Leben, das aus dürren Zweigen bricht
- Hoffnung, dort wo man schon aufgab zu hoffen
- ein helles Licht, das in unser ganzes Leben leuchtet, Freude bringt und nichts im Verborgenen lässt und was wir in die Welt hinaustragen, um allen Menschen diese Freude zu bringen

Angesichts der Osterwirklichkeit komme ich mir vor wie...
(Pfarrer und kirchliche Mitarbeiter)

- die hoffnungsvolle Natur nach der Nacht des Winters. Die Kirche will uns daran erinnern, dass es außer diesem Leben noch ein zweites, ein besseres gibt. Denn die eigentliche Erlösung war am Tag der Auferstehung
- ein bunter Garten im Frühling - viele verschiedene Blumen blühen - ich freue mich am Reichtum des Lebens - erfahre ihn körperlich und geistig - es gibt Fröste, die viel kaputt machen, aber Christus ist der fruchtbare Boden, indem ich verwurzelt bin
- ein Mensch, vom Licht übergossen, der, noch geblendet, versucht, zu verstehen
- ein neugeborenes Kind, denn ohne diesen Osterglauben, tief verwurzelt in meinem Herzen, war ich tot für das Leben im Herrn. Diese Geburt ist für mich der Beginn der großen Sache Christi in mir.
- ein kleines Vögelchen im Wald. Denn wie das kleine Vöglein singt, so danken wir dem Herrn.
- einer, der nach einem Weg durch eine sumpfige Landschaft endlich festen Grund unter die Füße bekommt.
- ein Mauerblümchen, das nur für einen aufmerksamen Zuschauer zu erblicken und zu erkennen ist in all seiner Schönheit.
- ein Geheimnisträger - besser: Träger eines Mysteriums - wie ein wirklicher Mensch, zur Ebenbildlichkeit bestimmt
- ein Kind, das einen großen Bruder hat, dem es nacheifern möchte, von dem es sich geliebt und anerkannt fühlt, der immer Zeit hat.
- auf einem Weg zu einem Ziel mit einer Aufgabe und guter Wegbegleitung
- ein abgehauener, morscher Baum - stumpf - aus dem ein Spross emporwächst, zum Licht drängt - (=das neue Leben, aus dem eigenen Sterben)
- ein Bergsteiger, der einen steilen Berg erklimmen muss. Da wird mir ein Seil heruntergereicht, woran ich mich festhalten kann und was mir den Weg nach oben zeigt. Ich kann mich von diesem Seil auch entfernen, aber dann bin ich haltlos und die Angst kann Herr über mich werden. Ich weiß auch, dass ich am Gipfel erwartet werde, denn durch das Seil erreichen mich Impulse. Manchmal denke ich, ich bin jetzt oben, aber ich habe nur eine Etappe geschafft und das Seil geht weiter
- ein befreiter Gefangener. Der Befreier ist da, der meine Quäler überwältigt. Meine Angst ist in Freude verwandelt. Ich versuche erste und unsichere Schritte in der neuen Freiheit. Meine Freude wächst, dieses neue Leben anzunehmen
- ein Weltraumfahrer, der sich mühelos im leeren Raum bewegen kann (Jeder, der es ohne Vorkenntnisse sieht, denkt, dass er doch keinen Halt hat und abstürzen muss)
- ein Wanderer auf einer Straße. Sie ist hell und sonnig, mal auch trübe, sie führt in helles Licht. Es ist immer einer bei mir, mit dem ich reden kann, den ich aber nicht sehe. Viele Andere wandern mit, mal kommt einer dazu, mal gehen auch welche weg von der Straße. Ab und an gibt es Rastplätze, es wird gegessen, getrunken, gefeiert - alle gemeinsam tun es. Dann gehe ich wie alle anderen allein weiter - nur mit dem unsichtbaren Partner
- einer, der sich bisher redlich mit allem allein geplagt hat - und nun von dieser Last befreit ist, weil ein Zweiter, Stärkerer, mit ihm sein Leben lebt
- ein Schmetterling, der eben noch Larve war, und nun seine Flügel zitternd in der Sonne ausbreitet
- aus großer Finsternis und Ängsten zum Licht gebracht in Freude und Hoffnung - das Osterlicht in der dunklen Kirche steht mir vor Augen
- eine Feder, leicht, wie im Wind emporgehoben, dabei mir einem befreiend-glücklichem Gefühl
- ein Wanderer, der nach langer Wanderung durch einen finsteren Wald plötzlich aus dem Wald heraustritt und lichtes, weites Land vor sich hat

Das Passah-Geschehen von Gründonnerstag bis Ostern ist für mich wie...
(Schweiz 1995)
- ein schwarzer Himmel mit Blitz und Donner - und ein leuchtender, ruhiger, klarer Himmel...
- die Weinernte: Trauben, die gepflückt und zerdrückt werden zum roten Saft...
- der Sonnenuntergang und der Sonnenaufgang...
- verlassen werden und mit Freude heimkommen (angenommen sein)...
- wenn auf der zerstörten Berlinmauer der Trompeter Güttler „Wachet auf, ruft uns die Stimme“ spielen würde...
- eine überquellende Schale, die die ganze Heilsgeschichte Gottes mit uns umfasst - fassbar in der Eucharistie...
- die Matthäuspassion von J. S. Bach - und am Ende der Schlusschor aus der Johannespassion: „Ich will dich preisen ewiglich“...- ein Feuer in der Nacht...
- eine Stadt mit drei Kirchtürmen (pulsierendes Leben - drei Ruheorte)...
- das Ausschlagen einer Buche im März...
- ein dunkler Bergstollen, an den Wänden brennen von Zeit zu Zeit dunkle Lampen, aber am Ende mündet der Stollen im hellen Sonnenlicht, das sich in einem Bergsee spiegelt...
- alles ist strahlendes Licht, Jesus kommt auf mich zu mit ausgebreiteten Armen, und ich stehe noch zögernd und voll Dank...
- eine Berg- und Talfahrt, die dann wieder den Berg hinaufgeht („hosianna“ - „kreuzige“)...
- nach langem Suchen, Hunger und Durst bin ich angekommen - zu Hause, bei Gott in seinem Schutz und seiner Geborgenheit...
- ein kostbarer Kristall...
- der römische Brunnen (C.F: Meyer) - und lebt und ruht...
- das Durchschreiten einer Tür, hinter der Unbekanntes ist. Dann wurde das Durchschreiten zu einem dunklen Tunnel, in der Mitte völlige Finsternis - dann das überraschende Hinaustreten ans Licht, an das ich mich allmählich gewöhnen muss...
- zwei hohe, dunkle Berge, die so dicht zusammenrücken, dass kein Weg durchgeht. Und dann wird doch ein Weg sichtbar und dahinter singt ein Vogel (Vogel = das Aufatmen - Können)...
- ein Samenkorn, in den Wüstenboden eingesenkt, über einer verborgenen Wasserader. Aus ihm kann ein blühender Baum wachsen, dessen Samen an neue Stellen getragen werden...
- ich wate durch einen reißenden Fluss und komme heil am anderen Ufer an...
- es ist, wie wenn mir die Augenbinde abgenommen wird und ich plötzlich sehen kann...
- eine Überquerung der Alpen zu Fuß von Nord nach Süd im Frühjahr. Hier im Norden alles grau, nass, kalt, die Berge noch verschneit, die Pässe nur mit Mühe überwindbar. - Drüben: Blauer Himmel, Sonne, Wärme, die Bäume werden schon grün, alles blüht, die Vögel singen, die Erde ist wie am ersten Sabbat...
- ein zusammengerolltes Farnblatt: zuerst der Spirale bis in den Mittelpunkt folgen (größte Konzentration bei Einengung) - dann langsames, lichtgrünes Entfalten - durchsichtig im Frühlingslicht...
- ein feiner Goldschauerregen, dem ich mich nicht anders als empfangend hinhalten kann...
- ein befreiendes Gewitter...
- ein Tunnel durch eine gefahrvolle, finstere Gegend - von der Finsternis ins Licht...
- ein mit mir verwachsenes Kreuz; ich gleichsam, wie ein knorriger Baum, mit tiefen Wurzeln, Wasser holend bei Jesus, ausgestreckt nach dem Himmel. Ich bin in Balance, um meine Erlösung von allem Bösen durch Jesus wissend...

Das Passah-Geschehen von Gründonnerstag bis Ostern ist für mich wie...
(1995)
- der Weg des Weizenkornes, das Brot wird...
- der Anflug eines Flughafens . Ich komme aus den turbulenten Gewitterfronten meines Lebens auf festen Boden. Ich nehme Proviant auf und werde gewartet und orientiert für einen neuen Flug...
- wie ein warmes, lebendiges Herz...
- wie das Stehen vor einem großen Tor geschlossenen Tor ohne Klinke - ich soll das Tor aufbrechen...
- ein kostbares Kirchenfenster, das ich in der Nacht nicht erkennen kann, hinter dem aber jeden Morgen neu die Sonne aufgeht und die Farben und Formen sichtbar werden lässt...
- Tau, der erfrischt ...
- Brot, das wohl schmeckt...
- Feuer, das wärmt...
- ein aufgebrochener Ackerboden, in den ein Sämann Samen ausstreut...
- die Himmelfahrt Christi, wo Jesus von Gott und Engeln im warmen Sonnenlicht empfangen wird...
- die verbrennende Liebe, die Licht gibt im Sterben...
- das Aufstoßen von Türen, die man ahnte, aber doch nicht sah...
- Nacht - Tag - Nacht - und der Morgen...
- ein Gehen furch einen sehr dunklen Tunnel, am Ende ist strahlendes, helles Licht...
- ein Wegweiser in den Bergen, er steht fest verankert in der Erde und zeigt mir die Richtung des Weges - noch bin ich nicht am Ziel, aber ich kann mich aufmachen...
- eine Quelle, die aus der Erde hervorbricht...
 

Partner:

Mein Partner ist für mich wie ...
- eine Sonne, die manchmal von Wolken verdeckt wird
- ein Sonnenstrahl, der Licht in mein Leben bringt
- ein Buch, in dem ich auch etwas über mich lese
- meine Gitarre
- eine Sonnenblume, die eine Stütze braucht, damit sie sich entfalten und dem Licht entgegenstrecken kann, damit sie den Kopf nicht hängen lässt. Diese Sonnenblume ist ausgewachsen, stark, groß, nach oben hin offen, aber ganz nah und festgebunden an eine Stütze, die mit ihr eingelassen ist in den Grund.
- fleißig bei der Arbeit - aufmerksam beim Zuhören.
- eine starke Hand, die mich hält
- eine liebe Schwester
- ein Mensch, der in einem langen, dunklen Tunnel umherwandelt, der unendlich ist
- eine Collage aus Cola, Springbrunnen und im Hintergrund verdeckt ein altes, etwas nostalgisches Haus. An der linken Seite des Bildes sieht man ein Stück Baum. Baum und Haus sind leicht verschwommen.
 
 

Schuld:

Schuld ist für mich wie ...
(1987)
- eine Qual, die ständig von außen und innen Nahrung erhält
- ein langsames und tödliches Versacken und Ersaufen im Morast
- ein Negativfilm, der alles gerade in verkehrter Farbe zeigt (Schuld ist Verkehrung des Guten)
- riesige Felsquader, die sich vor mir zu einer Mauer türmen. Ich kann keinen davon bewegen. Hinter dieser Mauer ist Gott - Preis sei IHM - er kann es und tut es auf mein Bitten hin.
- eine Narbe, die bleibt und immer mal wieder schmerzt, bzw. aufbricht
- eine Mauer, die den Blick und das Gehen in das weite Land vor mir versperrt.
 

Schweigen:

Schweigen ist für mich wie ...
- ein Boot auf dem Wasser, da sein und gesehen werden...
- eine Moorlandschaft, wo ich gegenüber ein festes Ufer sehe...
- Sich - loslassen in zuverlässige Arme und sich beschenken lassen
- eine Truhe, in die Gott etwas hineingibt oder etwas daraus entnimmt, z.B. Dankbarkeit
- ein ruhiger, klarer See, bei dem ich bis auf den Grund schauen kann und darin eintauchen
- ein Baum an einer bergigen Waldlichtung, ringsherum alles abgerodet, Wind und Wetter, der ganzen Natur ausgesetzt, er ist einfach nur da und fühlt
- ein angenehmer Raum, in dem mir Gott nahe ist und er mich mit Ruhe und Kraft beschenkt
- eine leere Rollbahn, auf der der Heilige Geist landen kann
- ein Sonnenaufgang auf einer schönen Blumenwiese nach einem steinigen, beschwerlichen Aufstieg
- eine bunte duftende Sommerwiese
- das frische Wasser einer Quelle
- eine verschlossene Tür zu einem geschützten Raum, in dem ich mich herausgenommen weiß von den Forderungen, Ansprüchen und destruktiven Kräften meiner Umwelt. Der Raum ermöglicht mir das tiefere Ausloten meines Seins.
- ein unendlich weiter Raum, der ich über mir wölbt, in dem ich ganz leicht bin
- Gottesnähe
- ein unhörbarer, sanfter Wind auf meiner Haut
- die stille Oberfläche des stehenden Wassers ohne jede Bewegung, die doch darunter so viel Leben birgt. Sie liegt wie ein Spiegel und ist doch ohne jede Starre, jederzeit in Bewegung zu bringen.
- eine Mauer
- ein stiller Waldsee (in der Morgendämmerung)
- das Ruhen der Seele am Herzen des Geliebten
 

Tage der Stille:

Die stillen Tage waren für mich wie...
(Erwachsene 1999)
- das kurze Mich-Unterstellen-Dürfen an einem windgeschützten Platz auf einer Wanderung durch stürmisches Wetter
- der Schnee, ich weiß, das er nicht immer liegen bleibt, aber dass es ihn gibt und dass er wiederkommt...
- das Finden neuer Wege...
- eine Station auf meinem Wege, er führt mich in die Ruhe, er führt mich wieder hinaus...
- ein Schneefeld mit frischen Spuren, großer Weite und mit dem Wissen um Vergänglichkeit (Tauwetter)...
Ein Tag der Stille ist für mich...
Erwachsene, Österreich
- wie das Suchen eines passenden Rahmens (in einem entsprechenden Geschäft) für ein Bild/Motiv, das ich aufhängen möchte, das mich noch länger begleiten soll...
- wie zwei Hände an meinen Wangen
- wie das Gehen durch den Nebel - und alles leuchtet in der Sonne
- Ich sitze auf einem  Gipfel und sehe die vielen Gipfel meines Lebens und die vielen Gipfel im Leben anderer
- wie ein Betriebsausflug in Gemeinsamkeit
- aus der Mitte leben, zu sich selbst finden, Besinnung
- wie eine gemütliche Rast auf einer langen Wanderung
- ein Schluck erfrischendes Quellwasser an einem heißen Tag
- wie ein Sommerabend auf dem Balkon, eine Pfeife angezündet und träumend in den Abend hinaus schauen
- wie ein Baum, dessen Blätter sich im Wind nach allen Richtungen bewegen und doch alle zusammen nur zu diesem einen Baum gehören
- wie eine Rose, die Wasser bekommt
- wie Wasser in der Wüste
- wie Wandern im Wald
- wie eine Tankstelle
- wie blühende Wiesen, die ich mit dem Fahrrad durchquere
- wie das entspannte und sorgenlose Liegen in der Sauna
- wie das Glücksgefühl nach einer Bergbesteigung
- wie eine kleine Rast auf dem Weg
- wie ein Sonnentag im Sommer - rund um mich Heu, Arbeit, Ruhe, Natur
- wie ein Baby
- wie das Sitzen an einem herrlichen Frühlingstag in den Ästen eines blühenden Apfelbaumes. Ich genieße das Blau des Himmels, das Grün der Wiesen, die Blüten und höre das Summen der Bienen.
- wie die Sonne
- wie das Sitzen am Ufer des Bodensees - vielleicht wenn die Sonne untergeht
- wie das Sorgen für klare Sicht
- wie z.B. das Nachfüllen der Scheibenwischanlage beim Auto
- das Reinigen der Windschutzscheibe und Auswechseln der Wischer
- wie eine Bergwanderung:
- ich muss vieles zurücklassen, vergessen
- neue Ausblicke genießen
- Überblick gewinnen
- Begegnung mit der Natur
- wie ein Urlaubstag
- wie ein Stück windgeschützter Wald an einem eisigen, stürmischen Wintertag
- wie eine Jause
Nach diesen Tagen komme ich mir vor wie ...
(Erwachsene 1986)
- an einen Brunnen; kühle Verbindung zur Quelle, Tiefe, Unergründlichkeit, Rauschen. Es ist schön dort.
- ein durstiger Wanderer, der nach langer Zeit einen Brunnen gefunden hat.
- ein gefülltes Rohr, das bald was abgeben kann und muss, sonst verstopft es.
- ein Schwimmer, der lange (vielleicht zu lange) im Wasser war. Ich bin froh, auf dem durchwärmten Strand zu liegen, festen Boden unter mir. Jetzt gehe ich am Strand umher und kann mit guten Gefühlen auf das Wasser schauen.
- ein kahler Ast, an dem kaum merkliche Knospen sitzen
- als wenn ich jetzt auf dem Brett liege, das ich anfangs vor dem Kopf hatte. Ich habe einfach versucht, das Brett durch mich hindurch ziehen zu lassen.
- ein Vulkan, der sich nach einem Ausbruch wieder beruhigt hat
- ein Waldsee, dessen oberer Grund aufgewühlt worden ist, dessen tiefer Grund aber sauber und still liegt.
(die große Spannung und Unruhe, die sich entladen hat, ist nicht im Allertiefsten meiner Seele, noch tiefer darunter ist die tiefe Stille)
- einer, der froh ist, dass er nach einer langen und anstrengenden Bergwanderung ein paar Tage in einer Hütte ausruhen darf (um über die Wanderung nachzudenken), bevor er noch einige Tage als Bergführer erneut wandern muss.
- einer, der in vielen Intershops nach einer bestimmten Schraube gefragt hat, und plötzlich feststellt, dass es sie auch in dem Laden an der Ecke gibt, jedenfalls heute.
- Die Erdschwere bleibt zurück, immer leichter, freier, Himmlischer Jubel, Lichtfülle
- ein Blatt im Wind
- ich bin zur Ruhe gekommen, abschalten, loslassen können.
- Ich komme mir vor wie ein Boot auf einem ruhigen Meer
- ein Hungriger, der weiß, dass die Speise bereit steht. Ich will sie annehmen, denn es ist die rechte, die gut für mich ist. Sie kommt von oben. Ich warte!
- ein prächtiger Bierhumpen mit geschlossenen Deckel. Alle erwarten, dass köstliches, schäumendes, Bier darinnen ist. Ich aber ahne noch nicht einmal, was in mir ist. Ich bin gespannt darauf.
- Ich bin ein großes Stück frisch gepflügten Ackerbodens, gute, schwere, dunkle, fruchtbare Erde. Die Erde ist bereit, aus sich  wachsen und gedeihen zu lassen. Ich weiß nicht, welche Samen im Boden liegen und wachsen. Ich weiß, dass es vielfältiger Samen ist.
- Ich habe mich, die äußere Hülle, stärker loslassen können; Nicht die mich umgebenden Mensch sind mehr wichtig. Ich selbst bin mir wichtiger geworden, mein Inneres.

Tage der Stille sind für mich wie ...
- eine Oase mit Wegweiser in der Wüste
- ein Schwamm: vorher: eingetrocknet, rau, spröde, hart, steif
während: einsaugen, aufgehen, größer werden = aufrichten innerlich und äußerlich. Tägliches Abendmahl durchdringt jede Pore, wieder lebendig werden.
danach: kann abwischen, glätten im Alltag
- ein Atemholen, wie Nahrung (ein Stück Brot), wenn ich hungrig bin
- ein schöner Adventsstern, der leuchtet, wenn es dunkel wird und mir den Weg zeigt, so dass ich klarer sehe.
- der Aufenthalt in einem großen, sehr schönen Garten. Je tiefer ich eindringe, umso größere, süßere Früchte wachsen mir entgegen.
- ein ruhender Pol, an dem ich langsam wieder zu mir selbst fand.
- ein tiefes Atemholen während eines anstrengenden Dauerlaufes
- Ich stehe im Dunkeln an einer Wegkreuzung im Wald und bin nicht ganz sicher, wo es weitergehen soll. Diese Tage haben ein Licht auf die Kreuzung geworfen, der beste Weg ist wieder klar...
- ein tiefes Atemholen nach schwierigem Anstieg am steilen Berg oben auf der Höhe - bevor der Weg weitergeht.
- ein Baum, dessen Wurzeln Nahrung aus einer unerschöpflichen, nie versiegenden Quelle saugen. Der Baum lebt neu auf und gibt gespeicherte Nahrung in Durstzeiten ab.
- eine Station auf der Fahrt.
- ein gemeinsames auf dem Weg sein zur Quelle.
- ein Schiff im Sturm, das ganz ruhig seinen Weg findet, weil Gott (als Kapitän) es lenkt. Auf dem Schiff möchte ich immer sein - oder wenigstens darauf zurückkehren dürfen, wenn mir die Gnade gegeben wird, möchte ich Rettungsboote für andere im Ungewissen ausschicken.
- ein nach Hause kommen - wissen, dass man erwartet wird, dass man angenommen ist - Schutz und Geborgenheit empfängt - und die Welt sich ohne mein Mittun weiterdreht.
- Insel der Stille im Getriebe des Alltags, komme zu mir selbst in der Verbindung mir Jesus, Zeit zu Gebet und Meditation in der Rückschau Quelle der Kraft zum Leben im Alltag. Hilfe, zum festen Glauben zu kommen.
- ein Glas Wasser aus der Quelle des Lebens.
- ein Adler, der auffliegt und andere mitnehmen möchte.
- herausgehen aus Anonymität und Teufelskreis. - Herr, ich danke dir für ein Stück Klarheit und Gelassenheit, die ich hier gefunden habe und dass du mein Leben immer wieder neu mit deiner Nähe und mit Menschen, die mit mir auf dem gleichen Weg sind, bereicherst.
Ich komme mir nach diesen Tagen vor wie...
(Erwachsene, Ökumenischer Meditationskurs 1984)
- ein Wanderer, der ermüdet und matt von einer frischen Quelle getrunken hat und nun weiter wandern kann
- einer, der zu Weihnachten oder Geburtstag echt überraschende Geschenke erhalten hat
- der getaute Bach, der sich nun wieder sauberer und unbelasteter fühlt und nun wieder durch das Überlaufrohr fließen will.
- ein Schwamm, der wieder nass ist
- ein Taucher, den man so tief heruntergelassen hat, dass er kein Licht mehr sieht und kein Geräusch mehr hört, der sich aber fest von oben gehalten weiß
- eine Trauerweide mit grünen Blättern
- eine Seerose, die blühend auf dem Wasser schwimmt
- ein Dudelsack, der endlich dudeln möchte
- ein Pferd: fröhlich galoppierend und wiehernd, ruhig auf der Wiese stehend und äsen (in mich aufnehmen), dabei ab und zu mit dem Schwanz schlagend, schnell zu anderen traben, um bei ihnen zu sein, ihnen zu helfen
- Bild eines Ackers, der nach Kälte und Dürrezeit einen warmen Mai-Regen erfahren hat.
- einer, der wieder ein Stück weiß, wie er weiter gehen kann
- ein Schwamm, der ausgedrückt ist bis zum Geht-nicht-mehr. Er muss sich erst wieder voll saugen.
- ein Mann im Wasser, der versucht, sich an Land zu ziehen
- ein Schwamm, schwebend im Wasser, der durch Atembewegungen durch alle Poren durchströmt wird.
- ein Gelähmter, der wieder laufen und springen kann
- ein Strauch nach einem Regenguss
- ein Mönch
- eine Packung eines Lebensmittels, von der der Vakuumverschluss aufgerissen wurde (zum Leben erwacht)
- ein Wanderer, der für den nächsten unbekannten Abschnitt ein Licht geschenkt bekam - ein kleines lebendiges Licht, keinen Scheinwerfer!
- ein kleiner Vogel, dessen Flügel kräftiger geworden sind
- eine Blume, die dem Verwelken nahe war, die aber durch einen erfrischenden und belebenden Regenguss wieder aufgerichtet und zum Blühen gebracht worden ist.
- ein Bild, dessen Farben und Formen am Verblassen waren, und das durch die Hand eines fleißigen Restaurators wieder erneuert wurde, so dass man die Formen nun klar erkennen kann und die Farben leuchten.
 

Zu-Hause-Sein:

Zu-Hause-Sein ist für mich wie
(Erwachsene 1994)
- eine offene Tür
- ein warmes Bett
- das Ausruhen unter einem Baum
- die Steine unter meinen Füßen, die mich tragen und die Mauern um mich, die mir vertraut sind
- wie ein blühender Garten
- wie das Schwimmen in einem warmen See
- da ist jemand, der fragt mich: "Wo kommst du her?" - "Wie war's?" - "Möchtest du..."
- ein moosiges Vogelnest in einem uralten Baum