Christliche Meditation
Kreuz 
als Erlösung
Erste Übungswoche
Montag



ERSTE ÜBUNGSWOCHE

1/2: Ich setze mich der ordnenden Kraft des Kreuzes aus:
Vergangenheit und Zukunft.
Einführung und wichtiger Hinweis:

Während dieses Kurses biete ich Ihnen oft mehrere Übungen als Möglichkeiten an. Wenn Sie das Gefühl haben, bei einer Übung oder bei einem der Angebote länger verweilen zu wollen, und dafür nur weniger als "vorgegeben" zu schaffen, dann freuen Sie sich und stellen sich bitte niemals unter Leistungsdruck! Es ist sehr unterschiedlich, wieviel der Einzelne an Stoff braucht. Je weniger Stoff Sie brauchen, desto leichter kommen Sie in die Tiefe, wo Sie von Gott berührt werden können. Beim Meditieren ist weniger mehr als viel. Sie müssen hier kein Pensum schaffen, sondern die Übungsangebote sollen Ihnen Möglichkeiten zeigen, in die Stille und in die Nähe Gottes zu kommen. Wenn Sie das Gefühl haben, dort zu sein, dann bleiben Sie bitte da. Alles andere wäre ein Zurückgehen.

Entscheidend wichtig ist bei solch einem Weg, daß Sie mehr und mehr lernen, sich von innen her, durch den Heiligen Geist leiten zu lassen! Und der führt manchmal anders, als es "vor"-"geschrieben" ist! Je offener Sie dafür sind, desto leichter werden Sie auch Seine leisen inneren Impulse wahrnehmen, durch die Sie geführt werden. Auch der Sinn jeder geistlichen Begleitung liegt darin, daß der Begleiter gemeinsam mit dem Begleiteten auf dessen innere Impulse zu lauschen versucht, um zu erspüren: Wohin geht der Weg für diesen Menschen jetzt weiter?...

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Meditative Übung:

Ich stelle mir vor, das Radkreuz der gestrigen Übung auf mein Leben zu stellen, so daß der eine Balken hinter mich, in meine Vergangenheit weist und der andere nach vorn in meine Zukunft...

Ich meditiere im Symbol des "Vergangenheitsbalkens" das Vergangene meines Lebens. Ist alles nur "vergangen" - in ein "Nichts" versunken, oder wie wirkt das scheinbar "Vergangene" auf die Gegenwart und in die Zukunft hinein?... (Es ist gut, bei dieser Übung erst mal die guten, positiven Erfahrungen im Blick zu haben).

Dann meditiere ich den "Zukunftsbalken - das geheimnisvolle Ineinander von Gewußtem oder auch nur Geahntem, was vor mir liegt - und dem, was mich völlig überraschend treffen kann...

Und schließlich gehe ich dem Geheimnis nach, was das "Jetzt" eigentlich sein mag, dieser kleine - eigentlich zeitlose - Augenblick, in dem jeweils Vergangenes in Zukunft übergeht... Gefühle, die sich einstellen, lasse ich zu und nehme sie bewußt wahr...

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Atem - Meditation:

Ich spüre meinem Atem nach, hole beim Einatmen den nächsten zukünftigen Augenblick in mich hinein, um ihn sogleich beim Ausatmen in das Vergangene hineinfließen zu lassen... und spüre dabei dem Geheimnis meines Lebens nach, das sich in der Zeit, in einander folgenden Augenblicken, jeweils im "Jetzt" oder "Nun" vollzieht...

Oder: Ich hole bei jedem Einatmen ein Stück Vergangenheit in meine Gegenwart hinein - spüre dem nach, wie das, was ich jetzt bin, aus dem gewachsen ist, was gewesen ist - und fülle mich mit dem Reichtum, der mir aus meiner Vergangenheit zufließt... (Jeder sollte die Version wählen, die ihn unmittelbarer anspricht).

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Meditatives Gebet:

Ich mache mir dankbar bewußt, welches Geschenk die ordnende Zeit in meinem Leben hat... ich danke für das Geschenk meiner Vergangenheit und für die Offenheit meiner Zukunft... Roger Schutz betet: "Christus, meine Vergangenheit hast du in deinem Herzen geborgen und für meine Zukunft hast du schon gesorgt..."


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